Auszug aus dem Buch “Das Leben ist zu kurz um den Bauch einzuziehen”: Tipps von Silke Reichenbach (Instagram: @silke-reichenbach)

Glücklichsein: Was ist Glück? 

Glück ist wie all diese gut klingenden und hoch schwingenden Wörter wie Liebe, Schönheit und Erfolg ein Begriff, der höchste Verzückung auslösen und im nächsten Moment tiefste Verzweiflung hervorrufen kann, wenn man sich davon ausgeschlossen fühlt. Und dieses Fühlen macht es so schwierig, das Glück zu greifen, eine Definition zu finden, da es eben nicht um eine verstandesmäßig gelenkte und objektive Begrifflichkeit geht. Wikipedia sagt dazu unter anderem: „Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens teilweise Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.“

Und Quantenphysik macht’s möglich! Es wurde nachgewiesen, dass das eigene Denken – oder besser gesagt, das Empfinden und Ausrichten der Energie auf etwas was man erreichen möchte, tatsächlich jeden in die Lage versetzt, für sein Glück verantwortlich zu sein. Deswegen ging man bei Experimenten oder Versuchen zu Doppelblindstudien über, da das reine Beobachten selbst schon das Ergebnis der Versuchsreihen beeinflusste. Man fand heraus, dass unser Gehirn zugleich Sender und Empfänger ist und dies 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche. Wenn man sich dies auf der Zunge zergehen lässt, kann man nicht umhin, dass die wichtigste „Arbeit“ eines jeden heißen muss: Fühl Dich JETZT gut! Nicht erst, wenn der Ferrari vor der Tür steht, nicht erst, wenn der Bali-Urlaub dran ist, nicht erst, wenn die Rente kommt – nein! Genau jetzt. 

Tipp: Und es ist nur natürlich, dass wir, wenn wir traurig sind, nicht im nächsten Moment Freude empfinden können (wobei dies bei Babies und Kleinkindern noch funktioniert), aber man kann sich entlang der Emotionsskala hangeln und zumindest einen Schritt nach oben erklimmen: Zweifel ist besser als Sorge; ein Schritt weiter als Depression ist Wut; Leidenschaft schwingt höher als Optimismus usw. Hier geht es wieder um die Frequenz unserer Gedanken und Aussendungen und wie bereits erwähnt, je höher desto besser und desto eher kann man die nächste Stufe erreichen.

Individualität vs. Gemeinschaft

Der Mensch ist als Individuum ein Herdentier und ohne Interaktion mit unseren Mitmenschen führen wir ein eher tristes Leben, was uns unter Umständen auch zeitiger ins Grab bringt. Wir möchten uns erfahren und benötigen dazu die Gesellschaft anderer Individuen. 

Nun ist es über die Jahrhunderte allerdings soweit gekommen, dass in unseren mitteleuropäischen Gemeinschaften jeder sich auf Kosten anderer zu profitieren versucht. Die Mitglieder der Kollektive arbeiten zwar scheinbar zusammen, werden aber gegenseitig immer noch nach dem bewertet, was sie leisten und wofür sie sich am besten benutzen lassen. Man wird mehr oder weniger zum Objekt degradiert. Und wenn man, wie in einem anderen Kapitel bereits erwähnt, nicht genug Selbstvertrauen und Selbstliebe mitbringt, beginnt man, sich dem Kollektiv anzupassen. Und dann passiert das, woran unsere Gesellschaft krankt, dass Individualisten zu Außenseitern werden und die Angepassten zu Mitläufern und Befehlsempfängern. Stehe ich zu mir? Oder versuche ich der Harmonie wegen mich zu verleugnen? Witzigerweise fühlen wir uns eher von den Menschen angezogen, die zu sich stehen und eben nicht angepasst leben, sondern klar in ihrer Ausrichtung sind und scheinbar etwas Magisches haben. Das ist unsere Ursehnsucht nach der Verwirklichung unseres Selbsts und es zieht uns an, weil wir uns alle hier auf der Erde gerne ausdrücken möchten.

Dabei gibt es an sich keinen Gegensatz zwischen Individualismus und der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe. Im Gegenteil. Zum Entwickeln des eigenen Potenzials bietet die Gruppe den geschützten Rahmen. Ich trete ein in den Raum der unendlichen Möglichkeiten, die mir eine Gruppe geben kann, und entfalte das, was in mir angelegt ist. Das kann in allen Lebensbereichen etwas Neues sein oder ich bleibe mein ganzes Leben einer Sache treu. Je nachdem wie ich es perfektionieren möchte. Das allein ist die Entscheidung des Individuums und … es ist Zukunftsmusik. 

Der geniale deutsche Hirnforscher, Prof. Gerald Hüther, den ich sehr verehre, gründete aus diesen Erkenntnissen heraus eine Akademie für Potenzialentfaltung: „Was uns in der Akademie interessiert, ist die Herausbildung von Gemeinschaften, die etwas hervorbringen, was diese Objekt-Beziehungs-Gemeinschaften nicht können: Kokreativität. Genau das ist es, was uns Menschen von allen Computern und Robotern unterscheidet. Und wenn wir denen nicht immer ähnlicher werden wollen, müssten wir alles tun, um dieses einzigartige menschliche Potential zur Entfaltung zu bringen. Das können wir aber nur, indem wir einander wirklich begegnen.“ Wirklich begegnen heißt, den anderen als gleichwertig anzuerkennen, auf Augenhöhe zu agieren, seine individuellen Vorlieben zu schätzen und ihn als einen besonderen Gast in meinem Leben anzuerkennen. 

Übung: Setz Dich hin und nimm Dir ein leeres unliniertes Blatt. Entspanne Dich und frag Dich: Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, dass Du damit Erfolg hast und kein Mensch dich bewerten würde. Wie würdest Du leben. Schreib alles auf, was Dir einfällt und je größer und „unmöglicher“ Du denkst, umso besser! Lass Deiner Kreativität freien Lauf.  Du bist hier, um Dich zu verwirklichen. Was möchtest Du eigentlich tun? Das Blatt ist nur für Dich! 

Selbstliebe

In unserer sogenannten zivilisierten Welt wachsen wir auf und lernen alles mögliche, allerdings nicht, wie man sich Selbstliebe und den Glauben an sich erhält. 

Wir wachsen auf mit dem Gefühl, nicht richtig zu sein, denn jeder Erwachsene versucht uns mitzuteilen, wie wir zu funktionieren haben. Unsere Bezugspersonen beobachten uns ständig, steuern uns (mach dies nicht; mach das nicht; pass auf; fall nicht runter usw.) – was uns ständig suggeriert, dass wir nicht für uns verantwortlich sein können. Ein tolles Buch dazu, welches ich in meinem Freundeskreis jedem werdenden Elternpaar schenke, ist Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“. Die Autorin lebte über einige Jahre innerhalb eines Indianerstammes im Regenwald und fragte sich, wieso die Kinder dort selten schreien und die Menschen eine Art Glückseligkeit ausstrahlen, die uns offensichtlich verlorenging. Neben ganz vielen anderen Dingen beobachtete sie zum Beispiel, dass die Mütter in vollkommenem Glauben und Vertrauen in die Natur und den Selbsterhaltungstrieb ihrer Kinder, diese selbst an wirklich gefährlichen Abhängen spielen ließen ohne sich scheinbar darüber Gedanken zu machen. Natürlich hatten sie sie immer im Blick, aber sie spürte, dass dadurch ihren Kindern vermittelt wurde, ich trau Dir das zu, dass Du weißt, dass man Abstand hält zu Abgründen, aber ich bin auch da, wenn Du Hilfe brauchst. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden… diese Art von Kinderaufziehen funktioniert nur, wenn man von Beginn an in diesem Vertrauen bleibt. Es wäre jetzt total fehl am Platz, ein in der heutigen Zeit und unter unseren Bedingungen aufgewachsenes Kind plötzlich vor diese Tatsachen zu setzen. 

Was auf dem Spielplatz und im Kindergarten an Selbstbewusstsein (und hier meine ich es im wörtlichen Sinne: ich bin mir meiner bewusst und ich bin glücklich mit mir) nicht zerstört wurde, wird im Laufe der Schuljahre vollends eliminiert. Im Glauben, dass wir lernen müssen, jemand zu sein, versuchen wir uns anzupassen, unseren Eltern/Lehrern/Behörden zu gefallen und vergessen, dass wir bereits jemand sind. Wir streben nach immer mehr im Außen, um dem Außen zu gefallen. Aber wir haben alles bereits in uns! Und auch, wenn uns das in unserer Kindheit genommen wurde (unseren Eltern und Großeltern übrigens auch), heißt es nicht, dass wir nichts ändern können. Eine großartige Autorin, Louise Hay, wurde als Kind missbraucht und entschied sich trotzdem, ein erfolgreiches Leben zu führen. Und mit ihren Büchern trug sie dazu bei, dass auch andere Menschen begannen, an ihre ureigenen Kräfte zu glauben, um dadurch ein selbst bestimmtes Leben führen zu können.

DU bist der Schöpfer Deiner Realität; Du kannst in jeder Sekunde die Richtung ändern. Es bedarf einer einzigen Entscheidung von Dir! Willst Du Dein Leben leben und lieben oder das was andere denken, welches Dein Leben wäre! Willst Du endlich der Ausdruck Deiner Selbst sein oder nur eine Kopie von XY? Du hast es in der Hand. Entscheide Dich. Jetzt.

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