5. PÄCKCHEN:

Bremsen:
Glaubenssätze & Motive

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Obwohl du nun bereits seit längerem dein Morgen- oder/ und Abendritual pflegst, dich
regelmäßig mit Persönlichkeitsentwicklung & Selbstliebe befasst und mittlerweile sogar
länger als 5 Minuten meditierst, hast du irgendwie das Gefühl, dass dich auf dem Weg zu
dir selbst immer wieder etwas stark blockiert. Quasi so, als würdest du mit angezogener
Handbremse deine Wahrheit leben und deine Ziele erreichen – unheimlich anstrengend!
Dieses kräftezehrende Vorgehen fühlt sich alles andere als leicht und natürlich an, doch
wirklich hinterfragen tust es nicht. Denn dein „Wofür“ hast du ja bereits gefunden und
dank unterschiedlicher Filme, Geschichten und Erzählungen weißt du ja auch, dass
die Erfüllung deiner Träume an große Herausforderungen geknüpft sein muss, dass du
finanzielles Vermögen nur durch harte Arbeit erreichst und dass es, solange es noch
nicht gut ist, noch nicht das Ende ist. Zumindest kannst du dein Getriebensein so vor
dir selbst rechtfertigen. (Oscar Wilde meinte mit diesem Zitat sicherlich nicht, sich
unermüdlich bis zum Schlaganfall oder andere Krankheiten zu schuften.)

>>DOCH WEISST DU DAS WIRKLICH?

Aber kannst du dir vielleicht auch vorstellen, dass einige deiner Motive nicht aus
absoluter Liebe entstanden sind, sondern eventuell doch aus Angst?
Dass negative Glaubenssätze* so viel Einfluss und Macht auf dich haben, dass sie dich a)
zum Teil fremdsteuern und b) zum anderen Teil sogar oft zur Selbstsabotage bringen,
um deinen meist falschen, inneren Überzeugungen gerecht zu werden?
Vielleicht hast du bereits einige wiederkehrende Verhaltensmuster an dir
wahrgenommen, die zwar als „Behüter“ in Erscheinung treten, dich in Wahrheit jedoch
oft kurz vor dem „Ziel“ lahmlegen. Falls dir das alles irgendwie bekannt vorkommt oder
du dich langfristig vor diesen „Selbstsabotage-Strategien“ schützen möchtest,
solltest du die folgenden Zeilen sehr achtsam lesen.

Bremsende Überzeugungen

Bitte lass endlich die dich hindernden Überzeugungen los, die für Schwere und Druck
in dir verantwortlich sind! Denn destruktive Gedanken kreieren ein begrenztes Mindset.
Zusätzlich können diese schädlichen Überzeugungen eine Menge Stress in dir auslösen
und Stress macht dich und deinen Körper krank. Sicherlich wird es in deinem Leben
Phasen geben, die herausfordernd und mühsam werden, doch dies sollte nicht die Regel
sein. Denn „Das Leben ist hart und ich muss mich für meine Familie, meine Kariere
oder meine Träume aufopfern“ muss nicht deine Wahrheit sein. Du kannst deine eigene
Wahrheit wählen. Denn du bist ein Wunder – in dir und um dich warten grenzenlose
Möglichkeiten darauf, von dir voller Fülle, Liebe und Vertrauen gelebt zu werden. Du
darfst dich in deiner schönsten Pracht ausbreiten, gedeihen und stets wachsen –
und dies in absolut allen Lebensbereichen. Komme noch mehr in dein Urvertrauen und
erinnere dich daran, dass die Natur und ihre außergewöhnlichen „Gesetze“ immer für
dich und nie gegen dich sind! Sobald du loslässt und vertraust, wirkt sich das wiederum
auf deine Ausstrahlung aus. Und das, was du ausstrahlst, kommt zu dir zurück –
das ist Anziehungskraft.

Was sind Glaubenssätze

Glaubenssätze, auch Überzeugungen, Einstellungen, Meinungen oder aus dem
amerikanischen Beliefs (zu deutsch wieder Glaubenssätze), sind unterbewusste
Lebensregeln. Sie entstehen aus der Verarbeitung und Bewertung früherer Erlebnisse
und bestimmen dein alltägliches Verhalten

Täuschende Illusionen

Bitte renne auch keinen täuschenden Illusionen hinterher,
aber dafür deiner eigenen Wahrheit immer mehr entgegen:

• Du bist schön und sowieso so viel mehr als man im Außen wahrnehmen könnte –
unabhängig davon, was dir deine eigene Familie, die Gesellschaft oder irgendwelche
Kosmetikfirmen und Medien einreden wollen.

• Du bist perfekt unperfekt! Du bist nicht hier um „everybody’s darling“ zu sein,
denn auch, wenn du den leckersten Schokokuchen der Welt backst, kann jemand um die
Ecke kommen, der Erdbeerkuchen viel lieber mag. Vergiss nicht: Es ist nicht der Job der
anderen dich zu mögen, es ist deiner! Anstatt dem Perfektsein hinterher zu jagen,
sei lieber du selbst!
• Du kannst deiner Berufung folgen! Dein Potenzial nicht zu leben und dich
aufzuopfern schützt dich nicht davor enttäuscht zu werden, keine „Fehler“ zu begehen
oder zu scheitern. Und wenn du es eh nicht verhindern kannst, solltest du es dann nicht
einfach riskieren?
• Du kannst frei sein! Es gibt keine Sicherheit – also verpasse nicht all die Abenteuer,
die du erleben möchtest, nur um deinen Platz im sicheren Hafen nicht zu verlieren.
(Du wirst einen anderen finden, wenn du ihn brauchst und wenn du darauf vertraust.)
Du gehörst dir wahrhaftig selbst, wenn du dich frei von der Anerkennung
(ob positiv oder negativ) der anderen machen kannst.

• Du bist kreativ, du kannst gar nicht nicht erschaffen! Die meisten Menschen wissen
genau, was sie nicht wollen, und wundern sich, warum sie genau dies in ihr Leben ziehen.
Nutze die Kraft der Gedanken, deine Vorstellungskraft und deine Kreativität
für dich statt gegen dich.
• Du kannst alles haben, du musst dich nicht entscheiden! Das Leben bietet mehr
Fläche und Möglichkeiten, um nur einen Traum zu haben. Aber befasse dich mit
Persönlichkeitsentwicklung und lerne aus inspirierenden Biografi en, um herauszufi nden,
wie du effzienter den Lifestyle erreichst, den du dir wünschst.

Meine Erfahrungen

Ich selbst durfte und darf ständig durch Selbstliebe und Persönlichkeitsentwicklung
(und die Zeichen des Universums) mir selbst und meinen wahren Bedürfnissen
begegnen. Wie eine Zwiebel entwickle ich meine „falschen“ Erwartungen (seien es die
meiner Eltern oder meine eigenen), vernichtende Überzeugungen und sabotierende Muster
Schicht um Schicht, um mir selbst so nah wie möglich zu kommen.

Und nun möchte ich Dich fragen:
Was möchtest Du in Deinem Leben sehe? Die vier richtig
gelösten Matheaufgaben oder eben die eine falsche?

Inspirations-Text:

Was ist der größte Gedanke, den Du DIR über DICH und
DEIN Leben erlauben kannst?

Ich möchte Dir heute ein Geheimnis, eine neue, noch absolut nicht ausgereifte
Geschäftsidee anvertrauen, und bitte Dich auch sehr darum, vertraulich damit
umzugehen. An sich empfehle ich, gerne erst einmal Träume, Ideen und Pläne für sich
zu behalten und diese nicht sofort mit dem Rest der Welt zu teilen. Denn sonst müssen
wir nicht nur mit unseren eigenen, vernichtenden „Aber-Monstern“ herumschlagen,
sondern auch mit den Meinungen von Freunden und Verwandten, die viel zu schnell ihre
Bedenken, Ängste und eigenen Grenzen auf uns projizieren, was leider viel zu oft dazu
führt, dass außergewöhnliche Ideen in der Vergessen-Schublade landen. Doch es ist,
wie Hermann Hesse bereits sagte: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“. Und
mit diesem Zauber möchte ich Dich jetzt zu 100% infizieren!
 

Durch die aktuelle Corona-Krise und die daraus resultierenden Herausforderungen kann
unser „Shake Your Belly & Soul Festival 2020“ nicht mehr so stattfinden wie wir uns
das ursprünglich gewünscht und gedacht hätten. Zusätzlich ist zurzeit auch nicht klar,
wann es mit unseren Selbstliebe-Workshops „Love & Shake Your Belly“ weitergehen
kann. Obwohl es natürlich auch Tage gab und weiterhin geben wird, an denen es mal an
Motivation mangelt, bin ich dankbar, vertraue dem Universum (denn das Universum
macht keine Fehler) und versuche, mich für die Chancen und die Geschenke, die uns
die aktuelle Situation beschert, zu öffnen. Für diese besondere Zeit habe ich mir auch
ein besonderes Mantra erstellt und bitte das Universum um kreative Unterstützung,
außergewöhnliche Ideen und Fügungen. Seit Wochen sammelt das ganze Bauchfrauen-
Team deshalb bereits unterschiedliche Ideen. So ist auch unser Mental-Care-Programm
auf Instagram für euch entstanden. Dort biete unter anderem ich unsere „Shake
your Belly“-Tanzeinheiten an, in denen wir live miteinander tanzen und unsere Ängste
und Selbstzweifel zum Schwitzen bringen. Das kam super an, das Feedback war toll.

Einige Frauen fragten sogar, ob wir so etwas nicht langfristig, auch ohne Corona-Krise
anbieten könnten. Diese Frage wurde uns in den letzten drei Jahren bereits öfter von
den Teilnehmerinnen unserer Selbstliebe-Workshops gestellt. Die Idee ist sozusagen
eine coole, virtuelle Selbstliebe-Tanzschule, in der das einzige was abnehmen darf,
die eigenen Selbstzweifel sind. À la Gymondo (Sport-Training für Zuhause), nur mit
unseren „Shake your Belly“-Tanzeinheiten.

DASS WIR DA NICHT SELBST DARAUF GEKOMMEN SIND?!?!?! DOCH
MANCHMAL KANN MAN EBEN VOR LAUTER BÄUMEN DEN WALD NICHT
MEHR SEHEN…

Sofort hatte ich ein gutes, räsonierendes Bauchgefühl und das Gefühl, dass meine Bestellung vom Universum erhöht wurde. Wir begannen mit dem Brainstorming und sammeln derzeit wahnsinnig tolle Ideen und arbeiten voller Freude und Kreativität an der Umsetzung. Wir können es wahrhaftig vor uns sehen! Und damit ist nicht

nur gemeint, es sich ausmalen zu können, sondern auch, es zu fühlen und wirklich daran zu glauben. Denn: Wenn Du daran glauben kannst, kannst Du es auch erschaffen. Natürlich habe ich vor der Größe und dem gigantischen Potenzial dieses neuen „Produkts“ großen Respekt, doch a) ist Respekt absolut nichts schlechtes – er versorgt uns mit Vorsicht und Gründlichkeit – und b) hilft es, sich bewusst zu werden, dass es nur die eigenen Grenzen sind, die immer wieder abgebaut werden wollen…

Woher ich das weiß? Meine Bestellungen wurden bereits öfter erhört. Genauso entstand unser erstes Buch „Das Leben ist zu kurz um den Bauch einzuziehen“. Damals bat ich meinen damaligen Freund, meine Workshop- und Vortrag-Konzepte gemeinsam mit mir zu strukturieren und zu korrigieren. Er versprach mir zu helfen, also fing ich an zu schreiben und schrieb und schrieb und hörte erst bei Seite 200 auf. Als ich diese dann meinem damaligen Partner gab, meinte er leicht fasziniert und zugleich schockiert, dass dies ja sowieso keiner zu Gesicht bekommen würde und dass man sich deshalb diese Arbeit ja nicht machen müsse. Daraufhin überredete ich ihn nochmal und meinte felsenfest überzeugt, dass man dem Universum keine falsche Zeichen schicken dürfte (damals glaubte ich bereits daran, dass dies ein gutes Skript für ein Buch sein könnte und ein Buch schreiben wollte ich sowieso immer schon).

Ein halbes Jahr später rief der Trias Verlag an und sagte am Telefon, dass sie zwar noch nicht genau wüssten, mit welchem Titel und welchem Thema, aber sich gut vorstellen könnten, dass ich mit meiner authentischen Art Wichtiges zu verbreiten hätte. Recht hatten sie! Ich war fassungslos, überwältigt und konnte nur darauf antworten: „Ich habe hier ein Skript, das darauf wartet, gelesen zu werden!“ Der Titel stand natürlich auch schon fest.

Und natürlich hatte ich Angst vor der Größe dieser Möglichkeit. Unter anderem auch Angst, dass es nicht perfekt werden würde (was es auch nicht geworden ist und das ist auch gut so, denn die perfekteste Version hättest Du niemals in Deinen Händen halten können, da sie meinen PC nie verlassen hätte und somit auch nie gedruckt werden hätte können.) Angst davor, dass andere schlecht darüber urteilen könnten, und Angst davor, mich mit meiner persönlichen Geschichte verletzlich zumachen. Doch ich nahm meine Angst wie ein kleines Kind an die Hand, ließ sie zu und gemeinsam gingen wir den Weg. Seitdem weiß ich, dass Angst nichts Schlimmes ist,das wir ständig bekämpfen müssen, sondern, dass wir sie annehmen dürfen und mit ihr arbeiten können, um sie dann wieder liebevoll gehen zu lassen…

 Heute werden meine Visionen immer kraftvoller und stärker, weil ich nicht mehr jeden
großen Gedanken sofort ausbremse und mir immer häufiger die Frage stelle:

„WAS, WENN ES DOCH MÖGLICH WÄRE?“ Denn das einzige, was uns wirklich
begrenzt, ist nicht die Welt, sind nicht die anderen, sondern unsere Meinung über uns selbst.

Und wenn wir Nietzsches Worten lauschen:

„Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst,
wirst du zwischen den Sternen landen.“

Es lohnt sich, an Wunder und “Unmögliches” zu glauben, um das Mögliche
in unser eigenes Leben zu ziehen. 

Deshalb möchte ich Dich heute dazu inspirieren, Deine „Aber-Monster“ und Deine
eigenen Bremsen zu deaktivieren und Dir zu erlauben, GROß VON DIR UND DEINEM LEBEN ZU DENKEN. Die folgende Meditation wird Dir dabei eine Stütze sein! Sei voller leidenschaftlicher Neugier und offen für all das, was Du empfangen wirst.

Meditation:

Was wäre, wenn alles möglich wäre?
Der größte Gedanke, den Du Dir über Dich und Dein Leben erlauben kannst.

EINFÜHRUNG:

Herzlich Willkommen zu Deiner geführten Selfcare-Meditation aus unserem
Bauchfrauen-Abo „Hör auf ständig andere zu bewundern, um stattdessen endlich das
Wunder in Dir zu entdecken“. Mein Name ist Sandra Wurster und ich freue mich sehr,
dass Du heute etwas Zeit mir mir verbringen wirst. Nicht nur Deine Seele liebt diese
kleine Auszeiten, Dein ganzer Körper wird es Dir danken. Mache Dir bewusst, dass
Du genau jetzt am richtigen Ort bist und, dass die Welt Dich entbehren kann ohne
unterzugehen. Du darfst nun den Druck, die Verantwortung und auch alle Deadlines
einfach loslassen und hier ankommen.

Auf unserer heutigen Meditationsreise möchte ich Dich an Deinen größten Gedanken über Dich selbst und Dein Leben heranführen. Sei bitte geduldig, falls Du nicht sofort empfänglich für große Bilder bist. Deine Kreativität und Deine Fantasie müssen sich erst mal daran gewöhnen, dass Du ihnen diese Fläche gewährst. Denn meistens sind wir selbst in unserem Leben unser größter Radiergummi. Wir haben keine Angst vorm Scheitern, wir haben Angst vorm Leuchten. Doch vergiss bitte nicht: Deine Welt ist eben nur so bunt wie Du Dich traust, sie anzumalen. Deshalb lass heute ganz bewusst mal alle Zweifel und Ängste los und ermögliche Deinen „Muss- / Aber-Monstern“ keine Chance, Deine großen Gedanken zu bremsen. Male sie Dir so bunt, so verrückt und so unmöglich wie nur möglich aus.

 Bevor wir starten: Sorge dafür, dass Du in den nächsten 20 Minuten nicht gestört
werden kannst und mache es Dir richtig schön bequem, eventuell mit Kerzen oder
wohlduftenden Räucherstäben. Entscheide anschließend, ob Du liegen oder sitzen
möchtest, und überprüfe, ob Dir warm oder kalt ist (frierend kann man sich nämlich
nur sehr schlecht entspannen). Lege Dir deshalb vorbeugend eine Decke bereit und
schließe dann langsam Deine Augen.

Lege Dir außerdem Papier und Stift (oder Dein Ich-Buch) bereit, um Dir Notizen
dazu zu machen, was Du alles empfangen und gesehen hast und inwiefern es sich von
Deinem jetzigen Leben unterscheidet. Eventuell fühlst Du Dich auch inspiriert, ein
Visionboard zu erstellen.

LASS UNS ANFANGEN!

Atme tief ein, als wäre es Dein erster Atemzug, und atme durch den Mund wieder aus.
Wiederhole dies noch weitere zwei Mal. Und bemerke, wie Dein Körper diese Ruhe
genießt und sich mit jeder Ausatmung immer mehr entspannt und den Stress des
Tages loslässt. Und dann lass Deinen Atem ohne große Konzentration und
Anstrengung weiter fließen …

Ich möchte, dass Du Dir nun einmal ganz genau vorstellst, alles ist möglich. Erlaube
Dir alle Gedanken. Du hast alles Geld, alle Zeit und jegliche andere Möglichkeiten
zur Verfügung, um alles, was Du benötigst, zu erlernen oder zu erwerben. Was tust
Du dann gerade, was reizt Dich und was bringt Dein Herz zum Leuchten? Damit
meine ich nicht nur den kleinen, jetzigen Moment, sondern Dein ganzes Leben, Deine
Wochen, Monate und Jahre. Was traust Du Dich endlich, wenn Du keine Angst mehr
vor den Konsequenzen hast? Mit was verdienst Du Dein Geld, was sind Deine Werte,
mit welchen Persönlichkeiten umgibst Du Dich? Welche Aha-Momente hast Du
wirklich verinnerlicht? Bist Du in absoluter Harmonie mit Deinen Gedanken, Deinem
Gesagten und Deinen Taten? Flowst Du? Und kannst Du spüren, wie sich das anfühlt?
Elektrisierend, magisch und doch so passend, als müsste es so sein. Vielleicht wird
Dir gerade auch warm in Deinem Körper oder Du bekommst eine Gänsehaut oder
Du spürst ein kleines Lächeln in Deinem Gesicht. Das sind alles fantastische Zeichen,
die Dir den Weg weisen können. Vielleicht spürst oder siehst Du gerade nicht so viel,
weil es Dir unheimlich schwer fällt, für solche utopischen Gedanken empfänglich zu
sein. Dann lass uns auf einer kleineren Ebene beginnen. Stelle Dir DEINEN TAG vor.
Aber nicht einen von vielen, der einfach so in der Masse Deiner Lebenszeit hier auf
Erden verschwindet, sondern einen, an dem Du Dein und das Potenzial Deines Lebens

völlig ausschöpfst. Stelle Dir auch hier die Frage: Wie sieht DEIN TAG aus, wenn
alles möglich ist und Du keine Angst vorm Scheitern hast? Wenn Du noch einmal von
„vorne“ anfangen kannst? (Das kannst Du übrigens jeden Tag, denn es ist nie zu spät
und Du bist nie zu alt, um für mehr Freude in Deinem Herzen und Deinem Leben zu
sorgen.) Wann, wo und wie stehst Du auf? Was frühstückst Du? Nimmst Du Dir Zeit für ein schönes Morgenritual, in dem Du zuerst Dir selbst begegnen darfst? Wohin gehst Du anschließend? Was und mit wem arbeitest Du, wie verdienst Du Dein Geld? Bist Du angestellt oder selbstständig und was machst Du danach? Wer sind Deine Freunde? Verabredet Ihr Euch anschließend oder gönnst Du Dir abends ein schönes Date mit der Aussicht auf fantastischen Sex? Holen Dich Dein Mann und Deine zwei Kinder ab oder bist Du Single und freust Dich auf eine schöne, lange Badewanne? Stelle Dir alles so detailliert wie möglich vor. Und erlaube Dir groß zu denken. Vielleicht merkst Du, dass sich auch hier wieder Dein Körper über einige Gedankenspiele besonders freut und Dir sogar ein Lächeln in dein Gesicht zaubert, als Zeichen. Falls Du bei ein paar Gedanken etwas besonderes wahrgenommen hast, versuche es Dir zu merken und notiere es Dir anschließend. Und falls Du heute noch nicht so viel wahrgenommen hast, sei nicht frustriert sondern übe. Alles ist zu Beginn schwer, bevor es leicht wird. So langsam kehren wir wieder von unseren kleinen Reise zurück. Ich zähle nun von 3 auf 1 runter und wenn Du das Schnipsen hörst, darfst Du Deine Augen wieder öffnen.
3 Du bist wundervoll in Deiner Einzigartigkeit,
2 in Deiner Einmaligkeit und
1 in Deiner vollkommenen Unvollkommenheit. 

Gönne Dir noch einen Moment der Ruhe und spüre hinein, was Dein Körper gerade
benötigt. Vielleicht ist das auch ein geeigneter Start, um mit einem Visionboard zu
beginnen. Alles darf, nichts muss…
Ich bedanke mich bei Dir für Deine Zeit und freue mich unheimlich, wenn Dir in
Deiner Welt nun etwas mehr Fläche für Meditation zur Verfügung steht.
Und wünsche Dir Liebe & Licht.
Deine Sandra

Aufgaben:

1. Lausche Deinen Gedanken ohne sie zu werten. Was bemerkst Du? Notiere es Dir.

2.Werde zur Torwärterin Deiner eigenen Gedanken! Gewähre nicht jedem Eintritt.
Das muss trainiert werden…

3. Füttere Dich in den nächsten Tagen bewusst täglich mit positiven Vibes (Bücher,
Musik, Menschen, Filme, Magazine.…). Wie wäre es, Dich durch Affirmationen,
die Du dir vorliest, selbst zu bestärken und dadurch Dein eigenes Leben zu bejahen?
Lies die folgenden Sätze relativ zügig, damit Deine „Aber-Monster“ nicht aktiviert
werden und widersprechen können (mit Schnelligkeit haben sie es nicht so).

Ich bin genug.
Ich bin frei und fühle mich wohl.
Ich bin mutig und voller Vertrauen.
Ich bin unendlich wertvoll.
Ich bin wichtig.
Ich bin beschützt und geliebt.
Ich bin da, wo ich sein will.
Ich bin gesund.

Ich bin kreativ und kann aus allem das Beste machen.
Ich bin, was ich wähle zu sein.
Ich liebe mich mit allen meinen Fehlern.
Ich liebe alle meine Gedanken und Gefühle.
Ich liebe jede Zelle meines Körpers.
Ich fühle mich in jedem Augenblick mit meinem Körper verbunden.
Jeden Tag fällt es mir leichter, mich so zu akzeptieren wie ich bin.
Heute ist ein schöner Tag.
Ich bin voller Dankbarkeit und Glück. Dieses Gefühl nimmt von Tag zu Tag zu.
Ich ziehe heute alles Positive magisch an.
Ich trage das Lebensglück in mir.
Ich kann.
Ich habe die Stärke, auch schwierige Zeiten durchzustehen.
Ich schaffe, was ich mir vornehme.
Ich gehe voller Liebe durchs Leben.
Ich entscheide mich für Leichtigkeit.
In mir herrscht Frieden.
Alles, was ich brauche, ist in mir.
Ich habe die Kraft, das Leben zu erschaffen, das ich leben will.
Ich lasse los und vertraue.
Ich habe immer mehr Geld als ich ausgeben kann.
Ich darf strahlen und mein Licht mit der Welt teilen.

4. Ein kleines Upgrade Deines Wortschatzes kann nicht schaden, denn Deine
Gedanken kreieren Deine Sprache und Deine Sprache formt Deine Welt. Hinter
jedem „eigentlich”, „eventuell“, „vielleicht” und „aber“ stecken kleine „Neins“. Ist
Dir das mal aufgefallen und kannst Du auf sie verzichten? Versuche, Deine Aussagen
zukünftig nicht ständig zu relativieren, um gemocht zu werden, sondern triff kraftvolle
Entscheidungen, um Deine Wahrheit zu leben. Und tausche folgende Worte aus:

„Fehler = Erfahrung“, „Probleme = Herausforderungen“ und „Lernen/Scheitern =
Wachstum“. Vielleicht findest Du noch mehr Worte, die durch Deinen Einfluss eine
bessere Wertung bekommen können…

5. Visualisiere öfter! Vielleicht kannst Du dies in Deine Morgenroutine einbauen.
Wichtig ist, dass Du es Dir nicht nur vorstellen, sondern auch fühlen und glauben
kannst. Nimm dazu gerne die Meditation als Unterstützung. Und falls es Dir zu Beginn
„zu groß“ erscheint, beginne etwas kleiner mit einer „Intention des Tages“ wie „Ich bin
heute offen für alles, was kommen mag“.

6. Teste spielerisch, wie hoch Du Deine eigene „Gute-Laune-Frequenz“ beim
folgenden Gedanken-Experiment halten kannst:

GEDANKEN-EXPERIMENT
Stelle Dir bitte einmal vor, einer der reichsten Männer der Welt möchte in die Glücksforschung einsteigen, um Studien durchzuführen, die sich die Glücksforschung bisher aus finanziellen Gründen nicht leisten konnte.
Für seine erste Studie wählt er willkürlich zehn Menschen aus dem Telefonbuch aus und macht ihnen folgendes Angebot: Er schenkt jedem seiner zehn Probanden für jede Minute, die sie in den nächsten sieben Tagen mit glücklichen Gefühlen verbringen, 1000 Euro. Und stelle Dir vor, Du gehörst dazu! Du musst in diesen sieben Tagen Dein Leben jedoch ganz normal weiterführen, also weiter arbeiten gehen usw. Das ist eine von zwei Bedingungen.
Ansonsten ist es dem Milliardär egal, wie Du Deine glücklichen Gedanken und Gefühle erzeugst. Die Gefühle müssen jedoch einen Intensität erreichen, bei der Du selbst sagen würdest: „Ja, ich fühle mich gerade richtig gut.“ Das ist die zweite Bedingung.
Unser imaginärer Milliardär bietet Dir also für jede Glücksminute 1000 Euro an.
Bei ca. sieben Stunden Schlaf wären das ziemlich genau eine Million Euro pro Tag, die Du Dir mit glücklichen Gefühlen verdienen könntest. Schöner hat noch nie jemand sein Geld verdient! Wie

 viele der möglichen sieben Millionen würdest Du am Ende dieser Woche mit nach Hause nehmen? Du würdest in dieser Woche alles sehr intensiv wertschätzen, was es in Deinem Leben Positives gibt. Du würdest alles und jeden so positiv wie irgend möglich beurteilen und damit sehr positive Gefühle erzeugen. Und was wäre mit Deinem schlechten Gefühlen in dieser Woche? Dir würden ja mit jeder Minute 1000 Euro durch die Lappen gehen, die Du mit schlechten Gefühle verbringst. Wie oft wärst Du also in dieser Woche unzufrieden mit Deinem Leben, wenn Dich jede unzufriedene Minute 1000 Euro kosten würde? Wie oft wärst Du wegen irgendetwas oder irgendjemandem genervt? Wie oft würdest Du Dich über etwas oder jemanden ärgern? Wie viele Minuten würdest Du damit verbringen, irgendetwas oder irgendjemanden blöd zu finden?

Und wie oft würdest Du etwas als nicht in Ordnung oder nicht gut genug beurteilen, wenn Dich diese Beurteilung pro Minute um 1000 Euro bringen würde? Welche Situationen oder Umstände gäbe es überhaupt noch in dieser Woche, die Du in Deinem Lebensalltag negativ beurteilen würdest?

Welche negative Beurteilung wäre es Dir tatsächlich noch wert, wenn Dich jede Minute schlechtes Gefühl 1000 € kosten würde? Und wird Dir langsam bewusst, was das bedeutet? Wenn Du Deine Beurteilungen grundsätzlich genauso wichtig nehmen würdest wie in dieser Woche, könntest Du auf der Stelle Dein alltägliches Glücksempfinden mehr als verzehnfachen! Du könntest zu den glücklichsten Menschen auf der Welt gehören. Und zwar, ohne dass sich an Deinen Lebensumständen auch irgendetwas ändern müsste. Denn in der Woche mit dem Milliardär hätte Dein Leben so, wie es jetzt ist, auch genügend Positives für Dich bereitgehalten, um den größten Teil des Tages glückliche Gefühle zu erzeugen.

Bestellungen ans Universum

Viele von uns beschäftigen sich ihr ganzes Leben damit, was sie alles nicht wollen, und wundern sich dann tatsächlich, wenn sie genau dies in ihrem Leben vorfinden. Wenn Du also die Kraft Deiner Gedanken wirklich für Dich nutzen möchtest, solltest Du Dir mehr Gedanken darüber machen, was Du alles in Deinem Leben kreieren, besitzen und erleben möchtest. Und Deine Sprache und Deine Handlungen solltest Du ebenfalls danach richten. So setzt Du die richtigen Zeichen für das Universum. Zeichen? Ja, Du hast richtig gehört! Dadurch, dass Du nicht „nicht erschaffen“ kannst, schickst Du dem Universum automatisch, quasi unbewusst, ständig Signale. Aber wusstest Du, dass Du sogar Bestellungen aufgeben kannst? Die folgende Geschichte von Fabian Ries kann Dir einen ersten Eindruck darüber verschaffen, wie Du demnächst ganz bewusste Entscheidungen treffen und Signale senden kannst.

Willkommen im Lebensrestaurant

Der Kellner kommt zum Karl und zückt Stift und Notizblock: „Sie wünschen?“
Karl antwortet mit grummelndem Magen: „Ich habe Hunger. Ich will Essen!“

Der Kellner wartet noch einen Augenblick, bis er wieder fragt: „Sie wünschen?“ Karl erwidert abermals: „Habe ich doch gesagt! Ich will ESSEN!“ Der Kellner verlässt Karl, um sich um seine weiteren Gäste zu kümmern. Soll sich der Gast erst mal bewusst werden, was er wirklich möchte.
Das klingt verrückt. Doch wie oft verhalten wir uns genau wie Karl?

• Ich bin zu dick. Ich will abnehmen.
• Ich bin schlecht in der Schule/Studium. Ich will besser sein.
• Mein Chef ist ein Arschloch. Ich muss hier weg.

Wie viel willst du abnehmen? Reichen dir ein paar Gramm? Was bedeutet es für
dich, besser zu sein? Beschränkst du es auf deine Noten? Willst du in einer anderen Abteilung, einem anderen Unternehmen oder als Selbständiger arbeiten? Weißt du, welche Gefühle dahinterstecken und nach was du dich in Wahrheit sehnst?
Bei vielen von unseren Wünschen hat der Kellner des Lebens keinen blassen Schimmer, was er uns bringen soll.

Meistens sind es allgemeine Wünsche, die weder messbar noch spezifisch sind. Wie Karl schreien wir nur unsere Bedürfnisse in die Welt und das Leben reagiert – es wartet, bis wir unsere Wünsche richtig formulieren.

KONZENTRIERE DICH AUF DAS, WAS DU MÖCHTEST!
Karl pustet aus beiden Backen. O.K., sein Fehler. Er verlangt nach der Speisekarte. Der Kellner bringt sie sogleich. Sie ist so dick wie ein Telefonbuch! Es gibt alles Erdenkliche. Der Kellner steht vor ihm mit spitzem Bleistift. „Sie wünschen?“ „Ja, ganz langsam. Ich muss mich hier erst mal zurechtfinden.“ Er ist bei den Meeresfrüchten gelandet.
„Die Fischsuppe nehme ich schon mal nicht. Auf keinen Fall.“ Der Kellner nickt, notiert sich die Fischsuppe und schreitet in die Küche. Der Kellner ist trainiert, Bestellungen aufzunehmen. Er versteht das Wort „nicht“ nicht und hat allein das Bild der Bestellung im Kopf. Als er Karl die Fischsuppe serviert, ist dieser außer sich.
Das klingt verrückt, aber wie oft konzentrieren wir uns auf Dinge, die wir nicht möchten? Ich hoffe, dass ich die Präsentation nicht versaue … Wenn ich bei diesem Test durchfalle, dann … Ich nehme bestimmt fünf Kilo zu, wenn ich dieses Stück Erdbeerkuchen esse. Ängste sind mächtig, weil sie deinen Fokus auf die Dinge lenken, die du vermeiden möchtest. Der Kellner des Lebens unterscheidet nicht zwischen Gutem und Schlechten und bringt dir das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst.
Konzentriere dich auf das, was du möchtest. Die bestmögliche Lösung.
Die schönste Situation. Das optimale Ergebnis.

WIE WÄHLE ICH DAS RICHTIGE?
Karl ist wie erschlagen von den Wahlmöglichkeiten. Was soll er wählen? Als der Kellner heran schreitet und nach der Bestellung fragt, zögert Karl. In dem Moment lehnt sich ein älterer Herr mit faltigem Gesicht und Cowboyhut vom Nachbartisch zu Karl.
Er winkt den Kellner her und sagt: „Dieser junge Mann nimmt eine Lasagne mit doppelt Käse“. Karl mag aufgrund seiner Histamin-Intoleranz keinen Käse. Es ist für ihn unvorstellbar, dass ein anderer für ihn bestellt. Perplex beobachtet er den Kellner,
 wie er mit der Lasagne-Bestellung in die Küche läuft. 

Abwegig? Aber wie oft bestellen unsere Eltern, Chefs, Lehrer, Freunde oder die
„Gesellschaft“ für uns? Wie Karl geben wir unsere Macht ab und lassen uns unsere Wünsche diktieren. Woher kommt der Plan von Haus bauen, Familie großziehen
und acht Stunden arbeiten?
Wir sind zu einem großen Teil fremdbestimmt und umso mehr wir uns dessen bewusst werden, desto eher lösen wir uns davon. Denn eine Sache ist klar: Wir sind nicht auf diese Welt gekommen, um nach den Wünschen und Vorstellungen Anderer zu leben – egal wie nahe sie uns stehen.

ÄNDERE DEIN LEBEN MIT ENTSCHLOSSENHEIT
Dies hat Karl jetzt verstanden. Er entscheidet sich für den Caesar Salad.
Als der Kellner wieder die Bestellung aufnehmen möchte, ist Karl durch die vielen Fehlversuche verunsichert und bestellt sehr zögerlich und schüchtern mit den Worten „Wenn es Ihnen keine Umstände macht, dann hätte ich bitte gerne einen Caesar Salad, also das wäre schon toll…“
Wer bestellt auf diese Weise in einem Restaurant? Aber wo liegt der Unterschied zu deinem Leben? Wann hast du das letzte Mal die Fäuste auf den Tisch gehauen und eine Entscheidung getroffen, die von Klarheit und Kraft nur so gestrotzt hat?
Ich entscheide mich, bei der nächsten Klausur eine 1,3 zu schreiben!
Ich entscheide mich, fließend Spanisch sprechen zu können! Ich entscheide mich, dreimal in der Woche Sport zu treiben! Und ich wähle ein Leben, das vor Glück, Gesundheit und Liebe überläuft! DAS wird vom Kellner des Lebens verstanden. Jedoch haben wir Angst. Machen uns klein, damit unsere Kraft die Anderen nicht einschüchtert. Bloß nicht arrogant wirken. Was ist, wenn es nicht klappt?
Es gibt viele Gründe, nicht kraftvoll das vom Leben einzufordern, was wir möchten. Aber es gibt einen guten Grund, es zu tun: Es gibt keine Veränderung und keinen Erfolg, ohne eine kraftvolle Entscheidung zuvor. Möchtest du etwas in deinem Leben ändern, dann entwickle zuvor Entschlossenheit.

GEGENTEILIGE SIGNALE VERWIRREN DEN KELLNER
Und Karl ist entschlossen. Er winkt den Kellner her, schaut ihm in die Augen und sagt: „Ich möchte einen Caesar Salad, pronto.“ Der Kellner schreibt die Bestellung auf, bedankt sich und schreitet in Richtung Küche. Karl ist erfreut, dass es leicht gehen kann. Als er in der Wartezeit die anderen Gerichte der Restaurantgäste sieht, wird er unsicher. Er sieht dampfende Thai-Suppen, sorgsam gefüllte Paprikaschoten und duftendes Zitronen-Fenchel-Risotto. Hat er die richtige Wahl getroff en?
Als der Kellner gerade zu einem anderen Tisch laufen will, hält ihn Karl auf, zieht seine Salat-Bestellung zurück und bittet um Bedenkzeit. Sein Magen bleibt erst mal leer. Ich will eine Freundin, heißt es am Montag und am Dienstag freuen wir uns über unser Singleleben. Diese widersprüchlichen Signale sind wie verschiedene Bestellungen im Leben. Viele unserer Handlungen stehen ebenfalls im Konflikt zu unseren Wünschen. Wir naschen, obwohl wir abnehmen wollen und schauen Fernsehen,
obwohl wir uns nach Freunden und Liebenden sehnen.
Erst wenn unsere Gedanken, Worte und Handlungen im Einklang eine Bestellung formulieren, versteht der Kellner, was wir wünschen.

VERTRAUEN
Als sich der ältere Mann mit dem Cowboyhut zu ihm lehnt, blockt ihn Karl freundlich ab. Er schaff t das alleine. Seine Unsicherheit ist verschwunden.
Er ist konzentriert und freut sich darauf zu bestellen.
Als der Kellner kommt, wählt Karl mit einem Lächeln wieder den Salat.
Warum auch nicht? Er weiß, dass es nicht seine letzte Bestellung sein wird und
sie nicht perfekt sein muss. Er hat unendlich viele Bestellungen vor sich!
In Wahrheit muss Karl immer bestellen. Er kann nicht nicht bestellen.
Es ist wie ein Spiel, dessen Regeln er jetzt versteht.
Ihm fällt auf, dass nirgendwo Uhren hängen. Keiner der Gäste trägt eine Armbanduhr und auch der Kellner nicht. Im Lebensrestaurant existiert das Konstrukt der Zeit nicht. Karl versteht, dass seine Ungeduld nie mit dem Verstreichen von Zeit zu tun hatte, sondern mit seinem Mangel an Vertrauen.
Der Kellner des Lebensrestaurants kennt keinen Zeitdruck.
Keine Hetze. Kein Drang. Er serviert. Mehr muss Karl nicht wissen.
Andere Gäste sehen dies nicht. Sie stehen entrüstet auf, weil sie für ihr Empfinden zu lange auf eine Bestellung warten müssen …

KARLS WANDLUNG

Doch Karl bleibt entspannt. Er beobachtet nicht mehr gierig die dampfenden Teller, die an ihm vorbeiziehen. Er versucht nicht mehr, den Kellner mit seinen wartenden Blicken auf sich aufmerksam zu machen. Er kontrolliert nicht mehr jeden einzelnen Schritt des Kellners. Er redet viel lieber mit den anderen Gästen. Hilft ihnen, ihre Bestellungen zu formulieren. Spricht über das liebevoll eingerichtete Ambiente und beglückwünscht sie zu ihren leckeren Gerichten. Dabei stellt Karl fest, dass der Kellner alle auch noch so komplizierten Extrawünsche berücksichtigt. Für ihn macht es keinen Unterschied, ob Gäste ein Drei-Gänge-Menü oder ein Fleischpflanzerl mit einem trockenen Salatblatt bestellen. Der Kellner unterscheidet nicht zwischen „schweren“
und „leichten“ Gerichten. Er serviert einfach.
Zudem beobachtet Karl, dass einige Gäste außer sich sind, wenn sie „falsche“ Bestellungen erhalten. Sie rebellieren und beschweren sich. Aber Karl hat aufgepasst. Sie bekommen das, was sie bestellen. Dabei sind ihre Bestellungen meist verwirrend, widersprüchlich und auf das gerichtet, was sie nicht wollen.
Der Moment ist gekommen:
Der Kellner überreicht Karl seinen lang ersehnten Caesar Salad. Karl bedankt sich, denn Dankbarkeit bedeutet, dass wir akzeptieren, was wir bestellt haben.
Er hat gelernt, die Kontrolle aufzugeben, sich zurückzulehnen und entspannt auf die herrlichen Gerichte zu warten, die der Kellner mit Freude serviert. Es ist ein liebevoll hergerichteter Salat, der leckerste, den Karl je gekostet hat. Schlussendlich will der Kellner des Lebens nur das Beste für uns. Karl versteht erst jetzt, wie sehr er als Gast wertgeschätzt wird. Insbesondere, wenn er wieder vergisst,
dass er die ganze Zeit bestellt und ungenießbares Essen erhält.
Selbst das bringt der Kellner. Ohne Aufbegehren, ohne Kontrolle, ohne Widerspruch. Der Kellner verwehrt ihm keinen Wunsch.

Ja, er würde sogar von Liebe sprechen…

4. PÄCKCHEN:

Deine größten
Problemzonen
sind deine
eigenen Gedanken!

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PowerTalk-Text:

Versuch mal, nicht an eine gelbe Kuh mit lilafarbenen
Punkten zu denken! Und? Wetten, es hat nicht geklappt? 🙂

Kommt Dir das nicht irgendwie bekannt vor? Sitzt Du samstagabends nicht auch manchmal auf der Couch, während Du netflixst (oder TV schaust) und versuchst, Dir zwanghaft einzureden: „Nein, ich habe keinen Appetit auf die Chips, denn ich bin stark und kann ihrem Paprika aromatisierten Charme widerstehen“? Wir beide wissen ganz genau, wie das ausgeht. Spätestens ab der zweiten Folge (1.Werbung) ergreift eine höhere Macht Deinen Körper, der wie fremdgesteuert zu den Chips läuft, sie öff net und futtert. Daran wäre absolut nichts Verwerfliches, wenn anschließend dieses verdammte, schlechte Gewissen nicht wäre und Deine innere Kritikerin, die Dir einredet, dass Du eine undisziplinierte Versagerin bist. Ganz toll, so verlieren natürlich auch die leckersten Chips ihren würzigen Geschmack. Und das alles nur, weil Deine innere Kritikerin nicht weiß, dass die Energie immer der Aufmerksamkeit folgen wird.

Und wie sieht es mit ihren Kenntnissen über Dein Unterbewusstsein aus? Wenn Du zum Beispiel mal wieder auf Deiner Couch sitzt und Dich über die morgige Präsentation im Job oder das anstehende Event sorgst? Schließlich sind wir alle richtig gut im

Sorgen und Ausmalen von „Horrorszenarien“, die in den seltensten Fällen tatsächlich so tragisch eintreten. Doch was stattdessen tatsächlich eintritt, sind die schwitzigen Hände, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder die unruhigen Nächte, in denen Du kein Auge zubekommst. Denn Dein Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen bloß potenziellen und realen Szenarien, wodurch in Deinem Körper Stresshormone ausgeschüttet werden. Da bekommt der Spruch: „Wer sich sorgt, leidet zweimal“ (aus dem Film „Phantastische Tierwesen“) eine komplett neue Bedeutung. Ein hilfreicher Anker oder „Besänftiger” kann in solchen Situationen zum Beispiel sein, sich durch den eigenen Atem wieder in den jetzigen Moment zurückzuholen. Denn wenn Du beunruhigt bist, Dich schlecht fühlst oder Angst hast, steckst Du häufig im Gestern oder Morgen fest. Deine Gedanken gehen Deinen Aktivitäten voraus. Worauf auch immer Du sie richtest – dort hin fließt auch Deine Energie und darauf basierend entstehen dann Deine Handlungen und Gefühle. Dabei richten viele unbewusst ihre Aufmerksamkeit genau auf das, was sie gerade nicht wollen oder wovor sie Angst haben. Wenn Du also versuchst, Dir etwas vom Leibe zu halten, indem Du es bekämpfst, und versuchst, Dich davor zu verstecken, ziehst Du es geradezu in Dein Leben. Dann bist Du automatisch in einer “Stress-Reaktion-Schleife” gefangen, die Dich viel Kraft kosten wird. Es reicht oft also nicht aus, nicht an etwas Negatives zu denken oder bestimmte Gedanken zu verscheuchen.

  Nicht an die ungesunden, leckeren, knusprigen Paprikachips zu denken, ist nicht der beste Weg. Denn an was denkst Du gerade? Richtig, an die verlockenden Chips. Was aber funktioniert, ist einfach an etwas komplett anderes zu denken und es sich mit allen Sinnen auszumalen. Etwa an einen frischen, bunten Gemüse-Snack, mit knackigen Paprikastreifen, kleinen Gurkenstücken, leckeren Nüssen und verschiedenen, selbstgemachten Dips, vielleicht einer mit Kräutern, einer scharf und einer sauer. Na, Appetit bekommen?

Findest Du es nicht auch erstaunlich, was Deine Gedanken kreieren können, während Du in einer „ungefährlichen Zone“, nämlich gediegen auf Deinem Sofa sitzt? Stell
Dir mal vor, Du könntest dieses Wissen aktiv für Dich nutzen! Denn wenn negative Gedanken diese Macht über Dich besitzen, müssten positive Gedanken Dich doch auch stärken und gesünder und fröhlicher stimmen können. Lass es uns herausfinden und Dich ordentlich upgraden! Vielleicht hilft Dir bereits dieser Auszug aus unserem Buch
„Das Leben ist zu kurz um den Bauch einzuziehen“:

>>Vor 10 Jahren saß ich in einem Schulgottesdienst, der insbesondere für die erste Klasse, in der meine Cousine damals war, und deren Familien abgehalten wurde. Am Altar stand eine große Tafel mit fünf Matheaufgaben plus Lösungen. Vier davon waren richtig, eine falsch. Der Pfarrer fragte zuerst die aufgeregten Erstklässlerinnen und Erstklässler, was sie da sehen würden und alle antworteten übermotiviert, dass das letzte Ergebnis falsch sei. Anschließend befragte der Pfarrer auch den Familienanhang und er bekam dieselbe Antwort. Darauf sagte er: “Ihr alle habt euch dafür entscheiden, die falsch gelöste Aufgabe zu sehen, dabei hättet ihr euch auch für die vier richtig gelösten entscheiden können. Obwohl die richtigen Ergebnisse sogar in der Mehrzahl waren, war das falsche Ergebnis allen stärker aufgefallen. Wir leben in einer Welt, die ihre Aufmerksamkeit mehr den Fehlern, der Kritik und den schlechten Dingen im Leben widmet. Verliert nicht die Sicht für all die schöne Dinge auf dieser Welt, sie sind meist in der Überzahl und werden viel zu oft einfach nur für selbstverständlich genommen und dadurch übersehen.“ Respekt an den Pfarrer, diese Predigt saß und für einen kurzen Moment hatte man das Gefühl, als hätten alle kapiert, dass eine negative Denkweise dafür verantwortlich sein kann, wenn unsere Seelen verfärbt werden. << 

Und nun möchte ich Dich fragen:
Was möchtest Du in Deinem Leben sehe? Die vier richtig
gelösten Matheaufgaben oder eben die eine falsche?

Inspirations-Text:

Was ist der größte Gedanke, den Du DIR über DICH und
DEIN Leben erlauben kannst?

Ich möchte Dir heute ein Geheimnis, eine neue, noch absolut nicht ausgereifte Geschäftsidee anvertrauen, und bitte Dich auch sehr darum, vertraulich damit umzugehen. An sich empfehle ich, gerne erst einmal Träume, Ideen und Pläne für sich zu behalten und diese nicht sofort mit dem Rest der Welt zu teilen. Denn sonst müssen wir nicht nur mit unseren eigenen, vernichtenden „Aber-Monstern“ herumschlagen, sondern auch mit den Meinungen von Freunden und Verwandten, die viel zu schnell ihre Bedenken, Ängste und eigenen Grenzen auf uns projizieren, was leider viel zu oft dazu führt, dass außergewöhnliche Ideen in der Vergessen-Schublade landen. Doch es ist, wie Hermann Hesse bereits sagte: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“. Und mit diesem Zauber möchte ich Dich jetzt zu 100% infizieren!

Durch die aktuelle Corona-Krise und die daraus resultierenden Herausforderungen kann unser „Shake Your Belly & Soul Festival 2020“ nicht mehr so stattfinden wie wir uns das ursprünglich gewünscht und gedacht hätten. Zusätzlich ist zurzeit auch nicht klar, wann es mit unseren Selbstliebe-Workshops „Love & Shake Your Belly“ weitergehen kann. Obwohl es natürlich auch Tage gab und weiterhin geben wird, an denen es mal an Motivation mangelt, bin ich dankbar, vertraue dem Universum (denn das Universum macht keine Fehler) und versuche, mich für die Chancen und die Geschenke, die uns die aktuelle Situation beschert, zu öffnen. Für diese besondere Zeit habe ich mir auch das Universum um kreative Unterstützung, außergewöhnliche Ideen und Fügungen. Seit Wochen sammelt das ganze Bauchfrauen- Team deshalb bereits unterschiedliche Ideen. So ist auch unser Mental-Care-Programm auf Instagram für euch entstanden. Dort biete unter anderem ich unsere „Shake your Belly“-Tanzeinheiten an, in denen wir live miteinander tanzen und unsere Ängste und Selbstzweifel zum Schwitzen bringen. Das kam super an, das Feedback war toll.

Einige Frauen fragten sogar, ob wir so etwas nicht langfristig, auch ohne Corona-Krise anbieten könnten. Diese Frage wurde uns in den letzten drei Jahren bereits öfter von den Teilnehmerinnen unserer Selbstliebe-Workshops gestellt. Die Idee ist sozusagen eine coole, virtuelle Selbstliebe-Tanzschule, in der das einzige was abnehmen darf, die eigenen Selbstzweifel sind. À la Gymondo (Sport-Training für Zuhause), nur mit unseren „Shake your Belly“-Tanzeinheiten.

DASS WIR DA NICHT SELBST DARAUF GEKOMMEN SIND?!?!?! DOCH MANCHMAL KANN MAN EBEN VOR LAUTER BÄUMEN DEN WALD NICHT MEHR SEHEN…

Sofort hatte ich ein gutes, räsonierendes Bauchgefühl und das Gefühl, dass meine Bestellung vom Universum erhöht wurde. Wir begannen mit dem Brainstorming und sammeln derzeit wahnsinnig tolle Ideen und arbeiten voller Freude und Kreativität an der Umsetzung.
Wir können es wahrhaftig vor uns sehen! Und damit ist nicht

nur gemeint, es sich ausmalen zu können, sondern auch, es zu fühlen und wirklich daran zu glauben. Denn: Wenn Du daran glauben kannst, kannst Du es auch erschaffen. Natürlich habe ich vor der Größe und dem gigantischen Potenzial dieses neuen „Produkts“ großen Respekt, doch a) ist Respekt absolut nichts schlechtes – er versorgt uns mit Vorsicht und Gründlichkeit – und b) hilft es, sich bewusst zu werden, dass es nur die eigenen Grenzen sind, die immer wieder abgebaut werden wollen…

Woher ich das weiß? Meine Bestellungen wurden bereits öfter erhört. Genauso entstand unser erstes Buch „Das Leben ist zu kurz um den Bauch einzuziehen“. Damals bat ich meinen damaligen Freund, meine Workshop- und Vortrag-Konzepte gemeinsam mit mir zu strukturieren und zu korrigieren. Er versprach mir zu helfen, also fing ich an zu schreiben und schrieb und schrieb und hörte erst bei Seite 200 auf. Als ich diese dann meinem damaligen Partner gab, meinte er leicht fasziniert und zugleich schockiert, dass dies ja sowieso keiner zu Gesicht bekommen würde und dass man sich deshalb diese Arbeit ja nicht machen müsse. Daraufhin überredete ich ihn nochmal und meinte felsenfest überzeugt, dass man dem Universum keine falsche Zeichen schicken dürfte (damals glaubte ich bereits daran, dass dies ein gutes Skript für ein Buch sein könnte und ein Buch schreiben wollte ich sowieso immer schon).

Ein halbes Jahr später rief der Trias Verlag an und sagte am Telefon, dass sie zwar noch nicht genau wüssten, mit welchem Titel und welchem Thema, aber sich gut vorstellen könnten, dass ich mit meiner authentischen Art Wichtiges zu verbreiten hätte. Recht hatten sie! Ich war fassungslos, überwältigt und konnte nur darauf antworten: „Ich habe hier ein Skript, das darauf wartet, gelesen zu werden!“ Der Titel stand natürlich auch schon fest.

Und natürlich hatte ich Angst vor der Größe dieser Möglichkeit. Unter anderem auch Angst, dass es nicht perfekt werden würde (was es auch nicht geworden ist und das ist auch gut so, denn die perfekteste Version hättest Du niemals in Deinen Händen halten können, da sie meinen PC nie verlassen hätte und somit auch nie gedruckt werden hätte können.) Angst davor, dass andere schlecht darüber urteilen könnten, und Angst davor, mich mit meiner persönlichen Geschichte verletzlich zumachen. Doch ich nahm meine Angst wie ein kleines Kind an die Hand, ließ sie zu und gemeinsam gingen wir den Weg. Seitdem weiß ich, dass Angst nichts Schlimmes ist,das wir ständig bekämpfen müssen, sondern, dass wir sie annehmen dürfen und mit ihr arbeiten können, um sie dann wieder liebevoll gehen zu lassen…

 Heute werden meine Visionen immer kraftvoller und stärker, weil ich nicht mehr jeden
großen Gedanken sofort ausbremse und mir immer häufiger die Frage stelle:

„WAS, WENN ES DOCH MÖGLICH WÄRE?“ Denn das einzige, was uns wirklich
begrenzt, ist nicht die Welt, sind nicht die anderen, sondern unsere Meinung über uns selbst.

Und wenn wir Nietzsches Worten lauschen:

„Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst,
wirst du zwischen den Sternen landen.“

Es lohnt sich, an Wunder und “Unmögliches” zu glauben, um das Mögliche
in unser eigenes Leben zu ziehen. 

Deshalb möchte ich Dich heute dazu inspirieren, Deine „Aber-Monster“ und Deine
eigenen Bremsen zu deaktivieren und Dir zu erlauben, GROß VON DIR UND DEINEM LEBEN ZU DENKEN. Die folgende Meditation wird Dir dabei eine Stütze sein! Sei voller leidenschaftlicher Neugier und offen für all das, was Du empfangen wirst.

Meditation:

Was wäre, wenn alles möglich wäre?
Der größte Gedanke, den Du Dir über Dich und Dein Leben erlauben kannst.

EINFÜHRUNG:

Herzlich Willkommen zu Deiner geführten Selfcare-Meditation aus unserem Bauchfrauen-Abo „Hör auf ständig andere zu bewundern, um stattdessen endlich das Wunder in Dir zu entdecken“. Mein Name ist Sandra Wurster und ich freue mich sehr, dass Du heute etwas Zeit mir mir verbringen wirst. Nicht nur Deine Seele liebt diese kleine Auszeiten, Dein ganzer Körper wird es Dir danken. Mache Dir bewusst, dass Du genau jetzt am richtigen Ort bist und, dass die Welt Dich entbehren kann ohne unterzugehen. Du darfst nun den Druck, die Verantwortung und auch alle Deadlines einfach loslassen und hier ankommen.

Auf unserer heutigen Meditationsreise möchte ich Dich an Deinen größten Gedanken über Dich selbst und Dein Leben heranführen. Sei bitte geduldig, falls Du nicht sofort empfänglich für große Bilder bist. Deine Kreativität und Deine Fantasie müssen sich erst mal daran gewöhnen, dass Du ihnen diese Fläche gewährst. Denn meistens sind wir selbst in unserem Leben unser größter Radiergummi. Wir haben keine Angst vorm Scheitern, wir haben Angst vorm Leuchten. Doch vergiss bitte nicht: Deine Welt ist eben nur so bunt wie Du Dich traust, sie anzumalen. Deshalb lass heute ganz bewusst mal alle Zweifel und Ängste los und ermögliche Deinen „Muss- / Aber-Monstern“ keine Chance, Deine großen Gedanken zu bremsen. Male sie Dir so bunt, so verrückt und so unmöglich wie nur möglich aus.

Ich möchte, dass Du Dir nun einmal ganz genau vorstellst, alles ist möglich. Erlaube Dir alle Gedanken. Du hast alles Geld, alle Zeit und jegliche andere Möglichkeiten zur Verfügung, um alles, was Du benötigst, zu erlernen oder zu erwerben. Was tust Du dann gerade, was reizt Dich und was bringt Dein Herz zum Leuchten? Damit meine ich nicht nur den kleinen, jetzigen Moment, sondern Dein ganzes Leben, Deine Wochen, Monate und Jahre. Was traust Du Dich endlich, wenn Du keine Angst mehr vor den Konsequenzen hast? Mit was verdienst Du Dein Geld, was sind Deine Werte, mit welchen Persönlichkeiten umgibst Du Dich? Welche Aha-Momente hast Du wirklich verinnerlicht? Bist Du in absoluter Harmonie mit Deinen Gedanken, Deinem Gesagten und Deinen Taten? Flowst Du? Und kannst Du spüren, wie sich das anfühlt? Elektrisierend, magisch und doch so passend, als müsste es so sein. Vielleicht wird Dir gerade auch warm in Deinem Körper oder Du bekommst eine Gänsehaut oder Du spürst ein kleines Lächeln in Deinem Gesicht. Das sind alles fantastische Zeichen, die Dir den Weg weisen können. Vielleicht spürst oder siehst Du gerade nicht so viel, weil es Dir unheimlich schwer fällt, für solche utopischen Gedanken empfänglich zu sein. Dann lass uns auf einer kleineren Ebene beginnen. Stelle Dir DEINEN TAG vor. Aber nicht einen von vielen, der einfach so in der Masse Deiner Lebenszeit hier auf Erden verschwindet, sondern einen, an dem Du Dein und das Potenzial Deines Lebens

völlig ausschöpfst. Stelle Dir auch hier die Frage: Wie sieht DEIN TAG aus, wenn alles möglich ist und Du keine Angst vorm Scheitern hast? Wenn Du noch einmal von „vorne“ anfangen kannst? (Das kannst Du übrigens jeden Tag, denn es ist nie zu spät und Du bist nie zu alt, um für mehr Freude in Deinem Herzen und Deinem Leben zu sorgen.) Wann, wo und wie stehst Du auf? Was frühstückst Du? Nimmst Du Dir Zeit für ein schönes Morgenritual, in dem Du zuerst Dir selbst begegnen darfst? Wohin gehst Du anschließend? Was und mit wem arbeitest Du, wie verdienst Du Dein Geld? Bist Du angestellt oder selbstständig und was machst Du danach? Wer sind Deine Freunde? Verabredet Ihr Euch anschließend oder gönnst Du Dir abends ein schönes Date mit der Aussicht auf fantastischen Sex? Holen Dich Dein Mann und Deine zwei Kinder ab oder bist Du Single und freust Dich auf eine schöne, lange Badewanne? Stelle Dir alles so detailliert wie möglich vor. Und erlaube Dir groß zu denken. Vielleicht merkst Du, dass sich auch hier wieder Dein Körper über einige Gedankenspiele besonders freut und Dir sogar ein Lächeln in dein Gesicht zaubert, als Zeichen. Falls Du bei ein paar Gedanken etwas besonderes wahrgenommen hast, versuche es Dir zu merken und notiere es Dir anschließend. Und falls Du heute noch nicht so viel wahrgenommen hast, sei nicht frustriert sondern übe. Alles ist zu Beginn schwer, bevor es leicht wird. So langsam kehren wir wieder von unseren kleinen Reise zurück. Ich zähle nun von 3 auf 1 runter und wenn Du das Schnipsen hörst, darfst Du Deine Augen wieder öffnen.
3 Du bist wundervoll in Deiner Einzigartigkeit,
2 in Deiner Einmaligkeit und
1 in Deiner vollkommenen Unvollkommenheit. 

Gönne Dir noch einen Moment der Ruhe und spüre hinein, was Dein Körper gerade benötigt. Vielleicht ist das auch ein geeigneter Start, um mit einem Visionboard zu beginnen. Alles darf, nichts muss… Ich bedanke mich bei Dir für Deine Zeit und freue mich unheimlich, wenn Dir in Deiner Welt nun etwas mehr Fläche für Meditation zur Verfügung steht. Und wünsche Dir Liebe & Licht Deine Sandra

Aufgaben:

1. Lausche Deinen Gedanken ohne sie zu werten. Was bemerkst Du? Notiere es Dir.

2.Werde zur Torwärterin Deiner eigenen Gedanken! Gewähre nicht jedem Eintritt.
Das muss trainiert werden…

3. Füttere Dich in den nächsten Tagen bewusst täglich mit positiven Vibes (Bücher,
Musik, Menschen, Filme, Magazine.…). Wie wäre es, Dich durch Affirmationen,
die Du dir vorliest, selbst zu bestärken und dadurch Dein eigenes Leben zu bejahen?
Lies die folgenden Sätze relativ zügig, damit Deine „Aber-Monster“ nicht aktiviert
werden und widersprechen können (mit Schnelligkeit haben sie es nicht so).

Ich bin genug.
Ich bin frei und fühle mich wohl.
Ich bin mutig und voller Vertrauen.
Ich bin unendlich wertvoll.
Ich bin wichtig.
Ich bin beschützt und geliebt.
Ich bin da, wo ich sein will.
Ich bin gesund.

Ich bin kreativ und kann aus allem das Beste machen.
Ich bin, was ich wähle zu sein.
Ich liebe mich mit allen meinen Fehlern.
Ich liebe alle meine Gedanken und Gefühle.
Ich liebe jede Zelle meines Körpers.
Ich fühle mich in jedem Augenblick mit meinem Körper verbunden.
Jeden Tag fällt es mir leichter, mich so zu akzeptieren wie ich bin.
Heute ist ein schöner Tag.
Ich bin voller Dankbarkeit und Glück. Dieses Gefühl nimmt von Tag zu Tag zu.
Ich ziehe heute alles Positive magisch an.
Ich trage das Lebensglück in mir.
Ich kann.
Ich habe die Stärke, auch schwierige Zeiten durchzustehen.
Ich schaffe, was ich mir vornehme.
Ich gehe voller Liebe durchs Leben.
Ich entscheide mich für Leichtigkeit.
In mir herrscht Frieden.
Alles, was ich brauche, ist in mir.
Ich habe die Kraft, das Leben zu erschaffen, das ich leben will.
Ich lasse los und vertraue.
Ich habe immer mehr Geld als ich ausgeben kann.
Ich darf strahlen und mein Licht mit der Welt teilen.

4. Ein kleines Upgrade Deines Wortschatzes kann nicht schaden, denn Deine
Gedanken kreieren Deine Sprache und Deine Sprache formt Deine Welt. Hinter
jedem „eigentlich”, „eventuell“, „vielleicht” und „aber“ stecken kleine „Neins“. Ist
Dir das mal aufgefallen und kannst Du auf sie verzichten? Versuche, Deine Aussagen
zukünftig nicht ständig zu relativieren, um gemocht zu werden, sondern triff kraftvolle
Entscheidungen, um Deine Wahrheit zu leben. Und tausche folgende Worte aus:

„Fehler = Erfahrung“, „Probleme = Herausforderungen“ und „Lernen/Scheitern =
Wachstum“. Vielleicht findest Du noch mehr Worte, die durch Deinen Einfluss eine
bessere Wertung bekommen können…

5. Visualisiere öfter! Vielleicht kannst Du dies in Deine Morgenroutine einbauen.
Wichtig ist, dass Du es Dir nicht nur vorstellen, sondern auch fühlen und glauben
kannst. Nimm dazu gerne die Meditation als Unterstützung. Und falls es Dir zu Beginn
„zu groß“ erscheint, beginne etwas kleiner mit einer „Intention des Tages“ wie „Ich bin
heute offen für alles, was kommen mag“.

6. Teste spielerisch, wie hoch Du Deine eigene „Gute-Laune-Frequenz“ beim
folgenden Gedanken-Experiment halten kannst:

GEDANKEN-EXPERIMENT
Stelle Dir bitte einmal vor, einer der reichsten Männer der Welt möchte in die Glücksforschung einsteigen, um Studien durchzuführen, die sich die Glücksforschung bisher aus finanziellen Gründen nicht leisten konnte.
Für seine erste Studie wählt er willkürlich zehn Menschen aus dem Telefonbuch aus und macht ihnen folgendes Angebot: Er schenkt jedem seiner zehn Probanden für jede Minute, die sie in den nächsten sieben Tagen mit glücklichen Gefühlen verbringen, 1000 Euro. Und stelle Dir vor, Du gehörst dazu! Du musst in diesen sieben Tagen Dein Leben jedoch ganz normal weiterführen, also weiter arbeiten gehen usw. Das ist eine von zwei Bedingungen.
Ansonsten ist es dem Milliardär egal, wie Du Deine glücklichen Gedanken und Gefühle erzeugst. Die Gefühle müssen jedoch einen Intensität erreichen, bei der Du selbst sagen würdest: „Ja, ich fühle mich gerade richtig gut.“ Das ist die zweite Bedingung.
Unser imaginärer Milliardär bietet Dir also für jede Glücksminute 1000 Euro an.
Bei ca. sieben Stunden Schlaf wären das ziemlich genau eine Million Euro pro Tag, die Du Dir mit glücklichen Gefühlen verdienen könntest. Schöner hat noch nie jemand sein Geld verdient!

Wie viele der möglichen sieben Millionen würdest Du am Ende dieser Woche mit nach Hause nehmen? Du würdest in dieser Woche alles sehr intensiv wertschätzen, was es in Deinem Leben Positives gibt. Du würdest alles und jeden so positiv wie irgend möglich beurteilen und damit sehr positive Gefühle erzeugen. Und was wäre mit Deinem schlechten Gefühlen in dieser Woche? Dir würden ja mit jeder Minute 1000 Euro durch die Lappen gehen, die Du mit schlechten Gefühle verbringst. Wie oft wärst Du also in dieser Woche unzufrieden mit Deinem Leben, wenn Dich jede unzufriedene Minute 1000 Euro kosten würde? Wie oft wärst Du wegen irgendetwas oder irgendjemandem genervt? Wie oft würdest Du Dich über etwas oder jemanden ärgern? Wie viele Minuten würdest Du damit verbringen, irgendetwas oder irgendjemanden blöd zu finden?

Und wie oft würdest Du etwas als nicht in Ordnung oder nicht gut genug beurteilen, wenn Dich diese Beurteilung pro Minute um 1000 Euro bringen würde? Welche Situationen oder Umstände gäbe es überhaupt noch in dieser Woche, die Du in Deinem Lebensalltag negativ beurteilen würdest?

Welche negative Beurteilung wäre es Dir tatsächlich noch wert, wenn Dich jede Minute schlechtes Gefühl 1000 € kosten würde? Und wird Dir langsam bewusst, was das bedeutet? Wenn Du Deine Beurteilungen grundsätzlich genauso wichtig nehmen würdest wie in dieser Woche, könntest Du auf der Stelle Dein alltägliches Glücksempfinden mehr als verzehnfachen! Du könntest zu den glücklichsten Menschen auf der Welt gehören. Und zwar, ohne dass sich an Deinen Lebensumständen auch irgendetwas ändern müsste. Denn in der Woche mit dem Milliardär hätte Dein Leben so, wie es jetzt ist, auch genügend Positives für Dich bereitgehalten, um den größten Teil des Tages glückliche Gefühle zu erzeugen.

Bestellungen ans Universum

Viele von uns beschäftigen sich ihr ganzes Leben damit, was sie alles nicht wollen, und wundern sich dann tatsächlich, wenn sie genau dies in ihrem Leben vorfinden. Wenn Du also die Kraft Deiner Gedanken wirklich für Dich nutzen möchtest, solltest Du Dir mehr Gedanken darüber machen, was Du alles in Deinem Leben kreieren, besitzen und erleben möchtest. Und Deine Sprache und Deine Handlungen solltest Du ebenfalls danach richten. So setzt Du die richtigen Zeichen für das Universum. Zeichen? Ja, Du hast richtig gehört! Dadurch, dass Du nicht „nicht erschaffen“ kannst, schickst Du dem Universum automatisch, quasi unbewusst, ständig Signale. Aber wusstest Du, dass Du sogar Bestellungen aufgeben kannst? Die folgende Geschichte von Fabian Ries kann Dir einen ersten Eindruck darüber verschaffen, wie Du demnächst ganz bewusste Entscheidungen treffen und Signale senden kannst.

Willkommen im Lebensrestaurant

Der Kellner kommt zum Karl und zückt Stift und Notizblock: „Sie wünschen?“
Karl antwortet mit grummelndem Magen: „Ich habe Hunger. Ich will Essen!“

Der Kellner wartet noch einen Augenblick, bis er wieder fragt: „Sie wünschen?“ Karl erwidert abermals: „Habe ich doch gesagt! Ich will ESSEN!“ Der Kellner verlässt Karl, um sich um seine weiteren Gäste zu kümmern. Soll sich der Gast erst mal bewusst werden, was er wirklich möchte.
Das klingt verrückt. Doch wie oft verhalten wir uns genau wie Karl?

• Ich bin zu dick. Ich will abnehmen.
• Ich bin schlecht in der Schule/Studium. Ich will besser sein.
• Mein Chef ist ein Arschloch. Ich muss hier weg.

Wie viel willst du abnehmen? Reichen dir ein paar Gramm? Was bedeutet es für
dich, besser zu sein? Beschränkst du es auf deine Noten? Willst du in einer anderen Abteilung, einem anderen Unternehmen oder als Selbständiger arbeiten? Weißt du, welche Gefühle dahinterstecken und nach was du dich in Wahrheit sehnst?
Bei vielen von unseren Wünschen hat der Kellner des Lebens keinen blassen Schimmer, was er uns bringen soll.

Meistens sind es allgemeine Wünsche, die weder messbar noch spezifisch sind. Wie Karl schreien wir nur unsere Bedürfnisse in die Welt und das Leben reagiert – es wartet, bis wir unsere Wünsche richtig formulieren.

KONZENTRIERE DICH AUF DAS, WAS DU MÖCHTEST!
Karl pustet aus beiden Backen. O.K., sein Fehler. Er verlangt nach der Speisekarte. Der Kellner bringt sie sogleich. Sie ist so dick wie ein Telefonbuch! Es gibt alles Erdenkliche. Der Kellner steht vor ihm mit spitzem Bleistift. „Sie wünschen?“ „Ja, ganz langsam. Ich muss mich hier erst mal zurechtfinden.“ Er ist bei den Meeresfrüchten gelandet.
„Die Fischsuppe nehme ich schon mal nicht. Auf keinen Fall.“ Der Kellner nickt, notiert sich die Fischsuppe und schreitet in die Küche. Der Kellner ist trainiert, Bestellungen aufzunehmen. Er versteht das Wort „nicht“ nicht und hat allein das Bild der Bestellung im Kopf. Als er Karl die Fischsuppe serviert, ist dieser außer sich.
Das klingt verrückt, aber wie oft konzentrieren wir uns auf Dinge, die wir nicht möchten? Ich hoffe, dass ich die Präsentation nicht versaue … Wenn ich bei diesem Test durchfalle, dann … Ich nehme bestimmt fünf Kilo zu, wenn ich dieses Stück Erdbeerkuchen esse. Ängste sind mächtig, weil sie deinen Fokus auf die Dinge lenken, die du vermeiden möchtest. Der Kellner des Lebens unterscheidet nicht zwischen Gutem und Schlechten und bringt dir das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst.
Konzentriere dich auf das, was du möchtest. Die bestmögliche Lösung.
Die schönste Situation. Das optimale Ergebnis.

WIE WÄHLE ICH DAS RICHTIGE?
Karl ist wie erschlagen von den Wahlmöglichkeiten. Was soll er wählen? Als der Kellner heran schreitet und nach der Bestellung fragt, zögert Karl. In dem Moment lehnt sich ein älterer Herr mit faltigem Gesicht und Cowboyhut vom Nachbartisch zu Karl.
Er winkt den Kellner her und sagt: „Dieser junge Mann nimmt eine Lasagne mit doppelt Käse“. Karl mag aufgrund seiner Histamin-Intoleranz keinen Käse. Es ist für ihn unvorstellbar, dass ein anderer für ihn bestellt. Perplex beobachtet er den Kellner,
 wie er mit der Lasagne-Bestellung in die Küche läuft. 

Abwegig? Aber wie oft bestellen unsere Eltern, Chefs, Lehrer, Freunde oder die < „Gesellschaft“ für uns? Wie Karl geben wir unsere Macht ab und lassen uns unsere Wünsche diktieren. Woher kommt der Plan von Haus bauen, Familie großziehen und acht Stunden arbeiten? Wir sind zu einem großen Teil fremdbestimmt und umso mehr wir uns dessen bewusst werden, desto eher lösen wir uns davon. Denn eine Sache ist klar: Wir sind nicht auf diese Welt gekommen, um nach den Wünschen und Vorstellungen Anderer zu leben – egal wie nahe sie uns stehen.

ÄNDERE DEIN LEBEN MIT ENTSCHLOSSENHEIT
Dies hat Karl jetzt verstanden. Er entscheidet sich für den Caesar Salad.
Als der Kellner wieder die Bestellung aufnehmen möchte, ist Karl durch die vielen Fehlversuche verunsichert und bestellt sehr zögerlich und schüchtern mit den Worten „Wenn es Ihnen keine Umstände macht, dann hätte ich bitte gerne einen Caesar Salad, also das wäre schon toll…“
Wer bestellt auf diese Weise in einem Restaurant? Aber wo liegt der Unterschied zu deinem Leben? Wann hast du das letzte Mal die Fäuste auf den Tisch gehauen und eine Entscheidung getroffen, die von Klarheit und Kraft nur so gestrotzt hat?
Ich entscheide mich, bei der nächsten Klausur eine 1,3 zu schreiben!
Ich entscheide mich, fließend Spanisch sprechen zu können! Ich entscheide mich, dreimal in der Woche Sport zu treiben! Und ich wähle ein Leben, das vor Glück, Gesundheit und Liebe überläuft! DAS wird vom Kellner des Lebens verstanden. Jedoch haben wir Angst. Machen uns klein, damit unsere Kraft die Anderen nicht einschüchtert. Bloß nicht arrogant wirken. Was ist, wenn es nicht klappt?
Es gibt viele Gründe, nicht kraftvoll das vom Leben einzufordern, was wir möchten. Aber es gibt einen guten Grund, es zu tun: Es gibt keine Veränderung und keinen Erfolg, ohne eine kraftvolle Entscheidung zuvor. Möchtest du etwas in deinem Leben ändern, dann entwickle zuvor Entschlossenheit.

GEGENTEILIGE SIGNALE VERWIRREN DEN KELLNER
Und Karl ist entschlossen. Er winkt den Kellner her, schaut ihm in die Augen und sagt: „Ich möchte einen Caesar Salad, pronto.“ Der Kellner schreibt die Bestellung auf, bedankt sich und schreitet in Richtung Küche. Karl ist erfreut, dass es leicht gehen kann. Als er in der Wartezeit die anderen Gerichte der Restaurantgäste sieht, wird er unsicher. Er sieht dampfende Thai-Suppen, sorgsam gefüllte Paprikaschoten und duftendes Zitronen-Fenchel-Risotto. Hat er die richtige Wahl getroff en?
Als der Kellner gerade zu einem anderen Tisch laufen will, hält ihn Karl auf, zieht seine Salat-Bestellung zurück und bittet um Bedenkzeit. Sein Magen bleibt erst mal leer. Ich will eine Freundin, heißt es am Montag und am Dienstag freuen wir uns über unser Singleleben. Diese widersprüchlichen Signale sind wie verschiedene Bestellungen im Leben. Viele unserer Handlungen stehen ebenfalls im Konflikt zu unseren Wünschen. Wir naschen, obwohl wir abnehmen wollen und schauen Fernsehen,
obwohl wir uns nach Freunden und Liebenden sehnen.
Erst wenn unsere Gedanken, Worte und Handlungen im Einklang eine Bestellung formulieren, versteht der Kellner, was wir wünschen.

VERTRAUEN
Als sich der ältere Mann mit dem Cowboyhut zu ihm lehnt, blockt ihn Karl freundlich ab. Er schaff t das alleine. Seine Unsicherheit ist verschwunden. Er ist konzentriert und freut sich darauf zu bestellen. Als der Kellner kommt, wählt Karl mit einem Lächeln wieder den Salat. Warum auch nicht? Er weiß, dass es nicht seine letzte Bestellung sein wird und sie nicht perfekt sein muss. Er hat unendlich viele Bestellungen vor sich! In Wahrheit muss Karl immer bestellen. Er kann nicht nicht bestellen. Es ist wie ein Spiel, dessen Regeln er jetzt versteht. Ihm fällt auf, dass nirgendwo Uhren hängen. Keiner der Gäste trägt eine Armbanduhr und auch der Kellner nicht. Im Lebensrestaurant existiert das Konstrukt der Zeit nicht. Karl versteht, dass seine Ungeduld nie mit dem Verstreichen von Zeit zu tun hatte, sondern mit seinem Mangel an Vertrauen. Der Kellner des Lebensrestaurants kennt keinen Zeitdruck. Keine Hetze. Kein Drang. Er serviert. Mehr muss Karl nicht wissen. Andere Gäste sehen dies nicht. Sie stehen entrüstet auf, weil sie für ihr Empfinden zu lange auf eine Bestellung warten müssen …

KARLS WANDLUNG

Doch Karl bleibt entspannt. Er beobachtet nicht mehr gierig die dampfenden Teller, die an ihm vorbeiziehen. Er versucht nicht mehr, den Kellner mit seinen wartenden Blicken auf sich aufmerksam zu machen. Er kontrolliert nicht mehr jeden einzelnen Schritt des Kellners. Er redet viel lieber mit den anderen Gästen. Hilft ihnen, ihre Bestellungen zu formulieren. Spricht über das liebevoll eingerichtete Ambiente und beglückwünscht sie zu ihren leckeren Gerichten. Dabei stellt Karl fest, dass der Kellner alle auch noch so komplizierten Extrawünsche berücksichtigt. Für ihn macht es keinen Unterschied, ob Gäste ein Drei-Gänge-Menü oder ein Fleischpflanzerl mit einem trockenen Salatblatt bestellen. Der Kellner unterscheidet nicht zwischen „schweren“
und „leichten“ Gerichten. Er serviert einfach.
Zudem beobachtet Karl, dass einige Gäste außer sich sind, wenn sie „falsche“ Bestellungen erhalten. Sie rebellieren und beschweren sich. Aber Karl hat aufgepasst. Sie bekommen das, was sie bestellen. Dabei sind ihre Bestellungen meist verwirrend, widersprüchlich und auf das gerichtet, was sie nicht wollen.
Der Moment ist gekommen:
Der Kellner überreicht Karl seinen lang ersehnten Caesar Salad. Karl bedankt sich, denn Dankbarkeit bedeutet, dass wir akzeptieren, was wir bestellt haben.
Er hat gelernt, die Kontrolle aufzugeben, sich zurückzulehnen und entspannt auf die herrlichen Gerichte zu warten, die der Kellner mit Freude serviert. Es ist ein liebevoll hergerichteter Salat, der leckerste, den Karl je gekostet hat. Schlussendlich will der Kellner des Lebens nur das Beste für uns. Karl versteht erst jetzt, wie sehr er als Gast wertgeschätzt wird. Insbesondere, wenn er wieder vergisst,
dass er die ganze Zeit bestellt und ungenießbares Essen erhält.
Selbst das bringt der Kellner. Ohne Aufbegehren, ohne Kontrolle, ohne Widerspruch. Der Kellner verwehrt ihm keinen Wunsch.

Ja, er würde sogar von Liebe sprechen…

 
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