„Ziehe dir deinen Lieblingsbikini an, drehe die Gute-Laune-Musik ganz laut, tanze einfach drauf los und filme dich dabei!“, sagen sie. Ganz einfach, sagen sie. Du lächelst müde, legst das Handy weg und verkriechst dich wieder in deinem weiten Pulli und deiner Sofadecke.

Na, erkennst du dich darin wieder? Das ist vollkommen okay. Und damit bist du nicht alleine! Es ist wichtig, dass du das weißt. Denn du empfindest in diesem Moment ohnehin schon eine Menge negativer Gefühle und denkst sowieso schon fiese Gedanken. Der Gedanke, dass du mit deinen Gefühlen ganz alleine bist, verstärkt all das. Du siehst all die lachenden, unbekümmert tanzenden Frauen auf dem Bildschirm und denkst, du seist die Einzige, die das nicht kann und auch nie schaffen wird. Doch das ist nicht die Wahrheit.

Erstens bist du nicht die einzige, die so fühlt und denkt. Und zweitens muss deine Wahrheit nicht sein, dass du das nicht kannst und auch niemals schaffen wirst. Denn deine Wahrheit erschaffst du selbst.

Erster Schritt: Was will ich?

Bevor du weiterliest, stelle dir einmal die Frage: Will ich das auch können? Will ich mir auch meinen Bikini anziehen und frei und losgelöst tanzen können? Und dann vielleicht sogar vor der Kamera? Fühle jetzt und hier in dein Herz und beantworte die Frage für dich. Wenn du ein „Nein“ hörst, dann brauchst du womöglich einfach noch ein bisschen Zeit oder es ist eben deine Entscheidung. Wenn dein Herz dir aber mit einem lauten oder vielleicht auch einem noch zögerlichen „JA“ antwortet, dann lies weiter.

Alles beginnt mit einer Entscheidung. Ob du etwas kannst, ist deine Entscheidung. Denn wenn du willst, dann kannst du auch. Ja, so einfach ist es. Entscheidungen sind Magie. Sobald du eine Entscheidung getroffen hast, zu der dein ganzer Körper JA sagt, hast du direkt eine viel höhere Energie zur Verfügung. Noch dazu richtet sich dein Fokus dann auf die Sache, die du willst. Und ist dein Fokus einmal ausgerichtet, erfährt auch das Universum davon. Keine Sorge, dafür musst du nicht besonders spirituell sein und das hat auch nichts mit Glauben zu tun. Es ist nun einmal so, dass du von dem, worauf dein Fokus gerichtet ist, automatisch mehr in dein Leben ziehst.

Falls du dich jetzt jedoch erleichtert zurück auf deine Couch fallen lässt und denkst, du musst einfach nur da liegen und warten bis das Universum all deine Selbstzweifel wegzaubert, dann lass dir gesagt sein: So funktioniert das leider nicht.

Zweiter Schritt: Beobachte und hinterfrage deine Gedanken!

Du hast die Entscheidung getroffen, dass du im Bikini tanzen willst. Das alleine lässt allerdings all die lauten Stimmen, die dir zig Argumente aufzählen, warum du es doch nicht kannst, in deinem Kopf nicht verstummen. Sie werden weiter labern und das verdammt laut. Lass dir gesagt sein: All diese Stimmen reden Bullshit. Und nein, das ist absolut nicht despektierlich gemeint – jede*r von uns hat diese Stimmen. Aber das bedeutet nicht, dass sie die Wahrheit sagen. Oder ist es wirklich wahr, dass du das nicht kannst? Ist es wirklich wahr, dass du von allen ausgelacht wirst, wenn du tanzt? Und selbst wenn: Ist es wahr, dass die anderen über deinen Selbstwert bestimmen? Ursprünglich als Schutz vor Verletzungen entwickelt halten dich die Stimmen, die all das behaupten, jetzt davon ab, das zu tun, was dein Herz dir sagt.

Was du dagegen tun kannst? Glaube nicht alles, was du denkst! Vermutlich wirst du die Stimmen nicht sofort komplett abschalten und für immer löschen können – vermutlich, denn wer weiß, was du alles so kannst. Aber was du jetzt sofort ändern kannst, ist ihnen weniger Raum zu geben und andere Stimmen lauter werden zu lassen.

Tipp: Notiere dir mal all die Gedanken, die in deinem Kopf auftauchen, wenn du daran denkst, dich im Bikini tanzend zu filmen. Na, welche Sätze, die dich kleinmachen, tauchen da so auf? Mit Sicherheit erkennst du recht schnell ein Gedankenmuster, das sich durchzieht – das ist ein negativer Glaubenssatz, den du wahrscheinlich schon lange Zeit in deinem Leben mit dir herumschleppst. Und wenn du das niedergeschrieben vor dir hast, frage dich bei jedem Gedanken: Ist das wahr? Ist das wirklich wahr?

Dritter Schritt: Erschaffe deine eigene, neue Wahrheit!

Wenn du erkennst, dass manche deiner Gedanken schlichtweg nicht der Wahrheit entsprechen, erkennst du auch, dass du gar nicht alles glauben musst, was du so denkst. Sobald du die Stimmen hinterfragst, werden sie auch leiser. Doch der nächste Schritt, der sie noch viel leiser werden lässt, ist, dir neue Stimmen anzueignen. Nämlich positive, die dir sagen, dass du eben doch kannst, die dich supporten und mutig sein lassen.

Tipp: Notiere dir also zu all den negativen Gedanken die entgegengesetzten, positiven Gedanken. Na, was kannst du plötzlich alles? Ganz schön viel, oder? Wichtig ist, dass du diese Gedanken von nun an so richtig etablierst. Deine „alten“ Stimmen hatten schließlich richtig viel Zeit, um sich festzusetzen, laut und zu deiner Wahrheit zu werden. Am besten liest du dir die neuen Gedanken jeden Morgen durch – mit geschlossenen Augen oder dir selbst im Spiegel tief in die Augen blickend und mit den Händen auf deinem Herzen. Spür es! Schicke die neuen Gedanken mit einem kraftvollen Licht durch deinen ganzen Körper. Lass deine Zellen vibrieren und die neue Wahrheit aufsaugen!

Wenn du einmal wirklich mit jeder Zelle deines Körpers verstanden hast, dass du deine eigene Wahrheit erschaffst, fühlst du dich so viel leichter und so viel freier. Du hast keine Grenze mehr, du weißt jetzt, dass du alles schaffen kannst, wenn du willst. Du kannst so viel tanzen im Bikini und singen und lachen wie du willst. Du bist so groß und stark und wundervoll wie du sein willst. Du bist eine Heldin.

Und dann stehe auf vom Sofa. Und sage dir selbst: „Ich ziehe meinen Lieblingsbikini an, drehe die Gute-Laune-Musik auf und tanze durch die Bude – frei und unbekümmert!“ Ganz einfach, sagst jetzt du. Und du strahlst dabei, lächelst jetzt anderen auf ihren Bildschirmen zu und steckst sie mit deiner Lebensfreude an. Und wenn es noch nicht klappt, sei geduldig mit dir und liebevoll! Lies dir deine neue Wahrheit durch. Schreibe deine eigene Heldinnengeschichte und lebe sie jeden Tag ein Stückchen mehr!

 
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