Wie geht es dir heute? Wie fühlst du dich? Wie bist du gelaunt? Wenn du dich das heute noch nicht gefragt hast, dann tu es jetzt. Denn selbst wenn dir bereits auf der Arbeit oder am Telefon jemand die Frage gestellt hat, wie es dir geht, hast du vermutlich trotzdem noch nicht wirklich darüber nachgedacht und schlichtweg „Gut, und selbst?“ geantwortet. So tun es zumindest die meisten von uns. Wir reflektieren nicht groß unsere Stimmung und Gefühlslage, weil dafür unserer Meinung nach weder Raum noch Zeit ist, und antworten auf die Frage nach unserem Befinden, die eher eine Floskel als eine wirklich interessierte Frage ist, ebenso unreflektiert und kurz angebunden. Häufig auch aus dem Grund, weil wir unser Gegenüber nicht mit ausgiebigen Reden über unsere Gedanken und Gefühle langweilen, belästigen oder belasten wollen.

Wenn du dich also schon nicht anderen mitteilen möchtest, was übrigens wirklich guttun kann, dann solltest du zumindest für dich selbst reflektieren. Aber auch das tust du möglicherweise nicht allzu gerne, denn da könnten ja Sachen ans Licht kommen, die du in deinem Alltag lieber wegschiebst und ignorierst. Sachen, die dann vielleicht dich selbst belasten und runterziehen. Und dann müsstest du dich ja auch noch damit auseinandersetzen. Und das wäre nun wirklich zu anstrengend und vollkommen unnötig, wo du doch so viele To-Dos auf deiner Liste stehen hast, die du ohnehin nie alle abhaken können wirst.

Na, erwischt?

Dann lass mich dir erklären, warum du davon profitierst, dich mit deiner Stimmung und Gefühlslage auseinanderzusetzen. Sicherlich kann es dich im ersten Moment runterziehen, wenn du darüber nachdenkst und feststellst, dass du dich irgendwie gar nicht gut fühlst, vielleicht Angst oder Wut in dir spürst. Und das ist auch okay. Nein, es ist sogar gut. Deine Gefühle brauchen Raum und müssen von dir wahrgenommen und auch angenommen werden, damit sie wieder gehen können. Die ständige Ignoranz sperrt deine Emotionen in dir ein bis sie irgendwann alle auf einmal und in einer viel größeren Intensität aus dir herausplatzen. Das für dich Paradoxe ist: Indem du deine Gefühle wegschiebst, um sie irgendwie für den Moment loszuwerden, hältst du weiterhin an ihnen fest und erzielst demnach genau das Gegenteil. Du behältst sie in dir und provozierst nicht nur impulsive Gefühlsausbrüche, sondern tatsächlich auch Krankheiten und generelle Unzufriedenheit.

Morgens kurz in dich zu gehen und zu schauen, welche Emotionen da sind, kann dir schon dabei helfen, das zu vermeiden. Denn alleine das Bewusstwerden erschafft schon mehr Raum. Vermutlich fragst du dich jetzt aber: Ja, und was mache ich dann, wenn ich weiß, dass ich schlechtgelaunt bin aufgrund von Sorgen oder Zweifeln?

Du bestimmst deine Energie selbst

Du und alles um dich herum besteht aus Energie. Diese Energie schwingt auf einer bestimmten Frequenz, eben höher oder niedriger. Und deine Emotionen sind die Fluglotsen, die bestimmen, auf welcher Flughöhe sich deine Energie bewegt. Emotionen wie Angst und Wut bringen deine Energie auf eine wesentlich geringere Höhe als Freude und Liebe. So viel zur Theorie.

Das Gute daran: Du kannst selbst bestimmen, auf welcher Frequenz du dich bewegst. Angenommen, du wachst auf, lauschst in dich hinein und stellst fest, da ist etwa Angst vor dem anstehenden Termin in dir. Dann lass sie erst einmal zu. Spüre, wo du sie in deinem Körper wahrnehmen kannst und was sie in dir auslöst. Wenn du dir so bewusst bist, liegt es an dir, die Entscheidung zu treffen, auf einer anderen Frequenz schwingen zu wollen oder dort zu bleiben. Du hast die Wahl und niemand kann sie für dich treffen außer du. Es kann durchaus sein, dass diese powervolle Entscheidung bereits etwas verändert.

SOS Tipps, wenn du mal wieder schlechte Laune hast

  1. Atme!

Wenn du schlechte Laune hast, liegt das ja meistens an irgendetwas, was passiert ist oder was dir bevorsteht – etwa ein Streit mit jemandem oder ein Termin, der dich nervös macht. Das heißt, du bist gedanklich in der Vergangenheit oder Zukunft. Achtsames und bewusstes Atmen bringt dich zurück ins Hier und Jetzt. Und im Hier und Jetzt bist du sicher, hier passiert gerade nichts außer Kopfkino und Gefühlschaos. Das ist alles in dir, nichts davon ist Realität im Außen. Beruhige dich durch tiefes Atmen. Alles ist gut.

2. Schaue in dich: Woher kommt die Laune?

Die Ursache hinter deiner Laune zu erkennen, hilft dir in der Einordnung und kann bereits dazu beitragen, die vermeintliche Größe des Problems zu verringern. Wenn du beispielsweise erkennst, dass du gerade miesgelaunt bist, weil nächste Woche dieser eine wichtige Termin ansteht, kannst du deine Gefühle plötzlich viel besser greifen und einordnen. Du hast dann nicht einfach nur schlechte Laune, sondern dahinter stecken Gefühle, die gerade in dir präsent sind. Und mit diesen Gefühlen kannst du umgehen – mit einer unerklärten miesen Laune nicht.

3. Nimm dir eine kleine Me-Time!

Wenn du gerade im Büro bist und dich vor lauter mieser Laune gar nicht konzentrieren kannst, dann gehe kurz an die frische Luft oder auch bloß auf die Toilette. Wenn du zuhause bist und dir Zeit freischaufeln kannst, dann tu das. Und dann tu, was deine Frequenz schnell erhöht. Hilfreich sind dafür: Dankbarkeit, Bewegung, Meditation oder auch nur eine Powerpose und ein Lächeln an dich selbst.

4. Nutze kleine Helferchen!

Das sind beispielsweise ätherische Öle, die du dir auf die Handgelenke träufelst, Räucherstäbe und -zubehör, mit denen du dein Zuhause reinigst, oder auch bestimmte Steine, die du in dein Trinkwasser gibst, in der Wohnung verteilst oder in besonderen Situationen bei dir trägst. Wenn du offen dafür bist, können diese kleinen Hilfsmittelchen binnen Minuten deine Energie verändern.

Solltest du also das nächste Mal miese Laune haben, weißt du, was du tun kannst. Lass sie ruhig erst da sein. Und entscheide dich dann bewusst, ob du sie behalten oder loslassen möchtest. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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