Nur du entscheidest, wie dein Sommer am Besten für dich scheint

Sandra Wurster | 28 July, 2023


          
            Nur du entscheidest, wie dein Sommer am Besten für dich scheint

Letztens war ich mit einer Freundin auf einem „Friday-Week-Up-Event“, wir trafen uns um 20:00 Uhr und schauten uns um, es gab coole Workshops, viele Menschen und gute Musik. Ich bin dennoch vor 24:00 Uhr zu Hause gewesen. Mein Energie-Level für die Woche war aufgebraucht, mein Körper sehnte sich nach Ruhe und Schlaf, mein Bett war der einzige Ort, der mich richtig anzog. Und dennoch taucht die Frage >>Darf ich das?<< kurz in mir auf, wieso?

Naja, sobald ich Instagram öffne, sehe ich zur Zeit nichts anderes als Menschen, die auf Festivals herumhüpfen oder auf anderen bunten und coolen Events unterwegs sind. Ganz klar, nach drei Jahren Corona feiern Musik-Künstler*innen ihr gerechtfertigtes Comeback und auch die Event-Branche hat sicherlich ordentlichen Nachholbedarf. Doch seinen Sommer zu genießen und zu feiern, kann für jede*n ganz anders aussehen, dafür muss man sich auch überhaupt nicht schämen.

Mir sind oft, nicht immer aber sehr oft große Veranstaltungen irgendwie zu viel, zu laut und oftmals zu eng. Ich liebe es, zu tanzen und das Leben, sich selbst zu feiern. Nur nicht um jeden Preis und wenn ich brüllen muss, damit die anderen mich verstehen können, ist das in den meisten Fällen eher Stress für mich. Zudem ist Musik etwas sehr Privates für mich, das ich gerne auch alleine, im Sicheren an einem safe space auf meine ganz eigene Art und Weise zelebriere. Manchmal lege ich mich dazu auf den Boden, schließe die Augen und tauche für einen kurzen Moment in eine andere Welt ab, manchmal nutze ich Musik, um in bestimmte Stimmungen zu kommen, ja richtig, verwende sinnliche Musik gerne beim Solo-Sex und Linkin Park manchmal, um meine Mails zu vernichten. Musik weckt so viele Gefühle und Erinnerungen in mir, nicht immer ist mir danach, das vor anderen, vor allem nicht vor so vielen Menschen auszuleben. Ich verbinde und fühle so viel bei unterschiedlichen Liedern (es gibt keinen Tag, an dem ich keine Musik höre), dass ich zwar die Magie von Konzerten nicht untergraben möchte, nur eben auf meine eigene Magie zwischen mir und der Musik hinweisen möchte, für die es eben nicht immer 1000 von anderen Menschen benötigt.

Es hat etwas gedauert, mir „einzugestehen“ und dann auch noch zu „erlauben“, dass mir oftmals ein ruhiger Abend mit einem tollen Buch (oder ein leckeres Essen, einem guten Film….), „frühen“ Bettzeiten, nicht nur wichtiger ist, sondern einfach mehr Spaß und Genuss bringt. Es gibt unterschiedliche Genuss-Typen. Das zu wissen hilft, um mit seinen eigenen Bedürfnissen mehr im Frieden zu sein und um wirklich mit sich selbst, also seinem ganzem Sein einverstanden zu sein. Umso älter ich werde, stelle ich für mich fest, dass meine Definition vom Erwachsen-Sein oder werden ist, zu erwachen. Aus allem, was ich anscheinend muss oder dachte zu müssen. Ich passe mich immer weniger an und passe dafür immer häufiger besser auf mich selbst auf, ein schönes Gefühl. Dabei hat mir geholfen, das Bild loszulassen, wie mich anscheinend andere sehen oder sehen sollen, was ich selbst über mich dachte und wie „aktiv“ im Allgemeinen eine 32-jährige Frau zu sein hat, damit sie eben nicht langweilig ist oder als solches wahrgenommen wird. Doch zu verinnerlichen, dass letztendlich immer nur wir selbst darüber entscheiden, wie unser befriedigendes und aufregendes Leben auszusehen hat, dass wir selbst die einzige Person sind, der gefallen muss, was sie lebt, hilft, um überhaupt festzustellen, was einem nicht dient, keinen Genuss bereitet und man eventuell eben nur getan hat, UM…

Die meisten Menschen tun Dinge, UM akzeptiert zu werden, gemocht zu werden, kein Ablehnung zu erfahren, nicht als sonderbar wahrgenommen zu werden. Checke auch du mal deine „UM’s“.

Und ja, es kann ganz schön aufregend sein um halb 10 in’s Bett zu gehen und zu erfahren, wie ausgeruht man eventuell ins Wochenende startet. 

Meine Geheimtipps für etwas mehr Ruhe in deinem Sommer-Genuss:

  1. Kinos sind wahrscheinlich die kühlsten Orte in Deutschland und in Vormittags- oder Morgens- Vorstellungen bist du meistens fast alleine. Eignet sich hervorragend zum Fummeln und Knutschen (NATÜRLICH nur, wenn’s gewollt ist). Manche Kinos bieten bereits auch Frühstück-Kombinationen an.
  2. Ein weiterer Vorschlag ist, sich mal einen schönen Spa-Day in einer richtig tollen Sauna-Landschaft zu gönnen. Denn bei 25°C sind die meisten Menschen wo? Genau, eher im Freibad, bedeutet - auch hier wirst du wohl kaum überfüllte Mengen auffinden. Besonders gut, falls du im Sauna-Game noch recht neu bist, dich noch unsicher fühlst, weniger Publikum hilft oft. Wobei sich Nackt-Sein für die echten Saunierer*innen so selbstverständlich anfühlt, dass sie dir eher weniger etwas wegschauen werden. Das wiederum unterstelle ich nun ganz frech den „1-Mal im Jahr-Sauniergänger*innen“, weil es im Winter eben alle machen.

Und natürlich kannst du noch viele weitere andere Plätze aufsuchen, wobei du, wenn du dich draußen befindest, tatsächlich eins musst: Dich eincremen. Auf sich aufpassen bedeutet eben auch, sich vor der Sonne zu schützen und genügend zu trinken.

Hier kannst du herausfinden, welche Sonnen-Creme am Besten zu dir und deinem genussvollen Sommer passt:

Ich wünsche dir einen schönen Sommer mit wenig Sonnenbrand, mit wenigen „UM’s“ und dafür viel Genuss, so wie du ihn magst.

Bäuchige Grüße, 
Sandra Wurster

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