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Raus aus dem „Warteschleifen-Leben“!

Sandra Wurster | 06 February, 2023


          
            Raus aus dem „Warteschleifen-Leben“!

Du verdienst dein bestes Leben, immer. 

Wir alle kennen bestimmt nicht nur den Gedanken von „später einmal“, sondern haben das ein oder andere auf dieses unsichtbare „später einmal“ geparkt. 

Ich spreche hier übrigens nicht von „Aufschieberitis“ (Prokrastination), also alles auf den letzten Drücker hinauszuzögern - wie unter anderem erst mit dem Aufräumen zu starten, kurz bevor der angekündigte Besuch eintrifft oder mit der Hausarbeit, dem Projekt erst kurz vor dem Abgabe-Termin zu beginnen… 

Ob bewusst oder unbewusst bedienen wir uns dieser Herangehensweise zum Eigenschutz, uns unter anderem weniger angreifbar zu machen.

Für deine Hausarbeit eine drei bekommen? Gar nicht schlechtdafür, dass du erst zwei Tage vorher begonnen hast! 

Deine Gäste fühlen sich wohl und du erhältst sogar Komplimente für deine Schein-Ordnung? Nicht übeldafür, dass du zwanzig Minuten vorher erst angefangen hast, deine Vorratskammer zur Kammer des Schreckens umzuwandeln, indem du einfach alles hineingestopft hast, was herumlag. 

Na, fühlst du schon, auf was ich hinaus möchte? 

Diese Strategien funktionieren nur für einen kurzen Moment, vor allem als Schein für die Außenwelt. Und klar, manchmal fühlen wir uns auch wie eine wahrhaftige Siegerin, weil wir nochmals davongekommen sind und nicht entlarvt wurden. Aber genau hier wird es doch super spannend, von wem sind wir wirklich davongekommen? Wem versuchen wir hier eigentlich die ganze Zeit, etwas vor zu machen? Das sind und bleiben letztendlich immer wir selbst. 

Diese Not-Strategie ist zudem nicht nachhaltig, sondern sorgt nur für noch mehr Stress in unserem Leben und in uns. Ich spreche hier noch nicht einmal von dem Stress zuvor, sondern von dem danach (also eine doppelte Stress-Portion), schließlich macht das Aufräumen der Kammer des Schreckens jetzt bestimmt noch weniger Spaß als zuvor. Tja und nachdem du zwei Tage vor Abgabe-Termin Tag und Nacht recherchiert und geschrieben hast, bist du jetzt völlig fix und fertig und darfst nun erstmals Schadenbegrenzung betreiben. An Dir selbst und höchstwahrscheinlich an deiner Wohnung…

Du siehst, die Nachwehen sind letztendlich immer viel intensiver, als wir vorab uns ehrlich eingestehen. Zusätzlich sollten wir über dieses „dafür“ unbedingt kurz sprechen. Oft steht es nämlich stellvertretend für die Begrenzungen unserer eigenen größten Möglichkeiten. Vergiss nicht: Du bist schließlich immer dein Tor oder deine eigene Grenze, zu allem. 

Deine Not- und Schutz-Strategie sind letztendlich nichts anderes, als dich selbst zu blockieren. 

Nicht sein ganzes Potenzial zu schöpfen bedeutet eben auch, niemals sein ganzes Potenzial zu erfahren. In unserem genannten Beispiel würde das bedeuten - ob du eben das „Zeug“ hast, um eine Schulnote eins zu erreichen (wobei unser Werte-System in Schulen nichts ist, was deine Intelligenz allumfassend umgreift), du deinen Haushalt rockst oder oder…Sich nicht verwundbar zu machen, in dem frau nicht „alles gibt“ oder „full-in“ geht, bedeutet allerdings auch, sich derWunder, die daraus entstehen (und vor allem immer in uns selbst) zu entrauben. 

No risk, no life! Du hast die Wahl. 

 

Puh, da bin ich aber ganz schön vom eigentlichen Thema abgekommen. Zurück also zu der anderen Begrenzung, den „später mal“-Gedanken, die dich recht schnell in ein Warteschleife-Leben versetzen können. Denn aus „den Urlaub auf später verschieben“ kann ganz schnell ein Muster entstehen, das für ein sehr limitiertes Leben sorgt. Dann erlaubt man sich selbst erst das tolle rote Kleid, sobald man das Wunschgewicht erreicht hat, die Romantische Reise nach Paris oder Rom, sobald der/die Wunschpartner*in endlich vorhanden ist und fordert die Gehaltserhöhung oder die Beförderung erst, sobald man sich wunschbereit fühlt. 

Zu aller erst; Du bist nichts, was verschoben werden kann, was hingehalten werden sollte!

Du bist ein wundervolles lebendiges Wesen, das grundlegende Bedürfnisse hat (und haben darf), die gesehen werden müssen (vor allem von dir selbst, damit du sie nach außen kommunizieren kannst), damit du überhaupt lebensfreudige und lebenswerte Momente erfährst, in denen du dir erlaubst, zu experimentieren und dich eventuell sogar daraus heraus zu erweitern. 

Ein weiterer wichtiger Fakt, den wir nur zu gern verdrängen ist; Was ist, wenn das Wunschgewicht, der/die Wunschpartner*in oder der eigene „Wunsch-Intellekt-Stand“ nicht eintreffen oder erreicht wird? Verdienen wir dann wirklich nicht das rote Kleid, entdecken nie Paris und erlauben uns nicht, dass wir auch außerhalb der Komfortzone nicht nur wachsen, sondern in andere Herausforderungen hinein oder sogar darüber hinaus? 

UND WAS IST, WENN DU, ICH - WIR KEIN „SPÄTER“ HABEN?!

Mir persönlich ist das Risiko, kein „später“ mehr zu haben, viel zu groß. Und deshalb habe ich aufgehört zu warten und genau dazu möchte ich dich heute inspirieren:

Hör auf zu warten, 

aufs Wochenende, auf den nächsten Sommer oder auf jemanden, der sich in dich verliebt. 

Das Leben ist kurz und glücklicher wirst du erst dann, indem du aufhörst zu warten und beginnst, das Beste aus dem jetzigen Moment zu machen, den du gerade besitzt. 

Doch warum fällt es uns so schwer, genau das zu leben?!

Ob du eher der Prokrastinations-Typ bist, oder der Warteschleife-Leben-Typ oder sogar eine ordentliche Mischung von beidem, die Wurzel des Üblen bleibt dieselbe. Meistens eine Menge Selbstzweifel, wenig Selbstvertrauen und ein mangelnder Selbstwert. 

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen: 

Vor vielen Jahren lebte in einem fernen Land ein junger Mann namens Mogo, der sein Brot als Steinbrecher verdiente. Er war zwar kräftig, aber unzufrieden mit seinem Schicksal. Er schmähte Gott so lange, bis sein Schutzengel auftauchte.

„Du bist gesund und hast das Leben noch vor dir" sagte der Engel. Alle jungen Männer müssen klein anfangen - wie du. Warum beklagst du dich ständig?"

„Gott ist ungerecht zu mir und gibt mir keine Gelegenheit, zu wachsen", antwortete Mogo.

Besorgt begab sich der Engel zum Herrgott und bat um Hilfe für seinen Schutzbefohlenen. „Sein Wille geschehe", sagte der Herr. „Alles, was Mogo sich wünscht, wird in Erfüllung gehen." Am nächsten Tag arbeitete Mogo wie immer im Steinbruch, als er einen Wagen vorbeifahren sah, in dem ein juwelenbedeckter Adliger saß. Er fuhr mit den Händen über sein verschwitztes, dreckiges Gesicht: „Warum kann ich nicht adlig sein wie er? Das ist mein Schicksal!“. „Du wirst es sein", murmelte sein Engel freudig.

Mogo verwandelte sich in den Besitzer eines prächtigen Palastes mit vielen Ländereien, Dienern und Pferden. Täglich machte er sich mit einem eindrucksvollen Hofstaat auf den Weg und genoss es, seine ehemaligen Gefährten am Straßenrand zu sehen, die voller Ehrerbietung zu ihm aufschauten. An einem dieser Nachmittage war die Hitze sogar unter seinem vergoldeten Schirm unerträglich. Mogo schwitzte genauso wie früher, als er noch Steine gebrochen hatte. Ihm wurde klar, dass er nicht so bedeutend war, da es über ihm Fürsten und Kaiser gab und noch darüber die Sonne, die niemandem gehorchte, da sie die wahre Königin war.

„Ach, mein Engel! Warum kann ich nicht die Sonne sein? Das ist mein Schicksal.“ „Dann wirst du es sein", rief der Engel aus und verbarg seine Trauer über so viel Vermessenheit. Mogo wurde zur Sonne. Nun strahlte er am Himmel und staunte über seine ungeheure Macht, nach Lust und Laune die Ernten reifen lassen oder verbrennen zu können. Nun sah er am Horizont einen schwarzen Punkt, der sich rasch näherte. Der schwarze Punkt wuchs. Mogo merkte, dass es eine Wolke war, die sich vor ihn schob und bewirkte, dass er die Erde nicht mehr sehen konnte. 

„Engel", rief Mogo. „Die Wolke ist stärker als die Sonne! Mein Schicksal ist, Wolke zu sein." „So geschehe es", antwortete der Engel. Mogo wurde zur Wolke.

„Ich bin mächtig", rief er und verdunkelte die Sonne. „Ich bin unbesiegbar", donnerte er und verfolgte die Wellen. Doch an der Küste des Ozeans erhob sich ein Felsen aus Granit, der so alt war wie die Welt. Mogo fand, dass der Fels ihn herausforderte und entfesselte einen Sturm. Die Wellen, wild und mächtig, versuchten, ihn umzureißen. Der Fels blieb unverrückbar auf seinem Platz. „Engel", schluchzte Mogo. „Der Fels ist stärker als die Wolke! Mein Schicksal ist es, Fels zu sein." Mogo wurde zu einem Fels. "Wer wird mich jetzt besiegen können?", fragte er sich. „lch bin der Mächtigste auf Erden." So vergingen einige Jahre, bis Mogo eines Morgens einen schmerzhaften Hieb in seinem steinernen Inneren spürte. Dann hörte er dumpfe Schläge, spürte abermals eine Schmerz. Verrückt vor Angst rief er: „Engel, jemand will mich töten. Er hat mehr Macht als ich, ich will sein wie er!“. „So geschehe es“, rief der Engel weinend. 

Und so kam es, dass Mogo wieder Steine brach. 

Paulo Coelho

Na, was löst die Geschichte in dir aus? Lies sie gerne ein zweites Mal. 

Interpretationen sind subjektiv, doch ich möchte dir gerne meine heute mitgeben. Nicht nur, dass Mogo in Paulo Coelho’s Geschichte stets nach mehr strebte (ähnlich wie im Brüder Grimm Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“), sondern ganz bewusst nach dem Mächtigsten und am Ende bei sich selbst (auch wenn ungewollt) landete. Die Kernaussage der Geschichte ist für mich ganz klar, kannst du auch erkennen, dass du das Mächtigste in deinem Leben bist? 

Und wenn du bereits jetzt „schon“ das Mächtigste in deinem Leben bist, verdienst du dann nicht auch (unabhängig davon, dass du dich weiterhin verändern, in Beziehung treten und wachsen darfst) jetzt das Beste? 

Deine Sandra

P.S.: du bist das Mächtigste in deinem Leben.

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