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Wenn du nicht an dich selbst glaubst, warum sollte dann jemand anderes an dich glauben?

Sandra Wurster | 09 December, 2021


          
            Wenn du nicht an dich selbst glaubst, warum sollte dann jemand anderes an dich glauben?

„Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten“ - Henry Ford

Den eigenen Glauben an sich selbst als „Motor“ für seine eigenen Handlungen zu erkennen, tun die wenigsten. Stattdessen bilden wir uns ein, dass wir die Summe unserer Erfahrungen sind und das ein zu großer Glaube an sich selbst nur zu eins führt - Übermut. Ist das allerdings nicht nur wieder eine gut zurecht gelegte Ausrede unseres Egos, das sich eben vor Niederlagen und unbequemen Situationen fürchtet? Und sich wirklich „sicher“ nur in seiner Komfortzone fühlt? 

Die folgenden Sätze sind für dein Ego: Wer nichts „falsch“ macht, macht wahrscheinlich auch sonst nichts! Niederlagen, Fehler und Scheitern sind letztendlich nichts anderes als Erfahrungen, die uns immer bereichern, auch wenn wir das im ersten Moment nicht immer als solches erkennen können. Wie wäre es die Worte "Niederlagen" und "Fehler" heute in das Wort Erfahrungen umzutaufen? Und dich zusätzlich darüber hinaus zu fragen, wann du das letzte Mal etwas neues ausprobiert hast, etwas gewagt hast oder zur Abenteuerin deiner eigenen Reise wurdest? 

Buchtip: Hühnersuppe für die Seele (letztes Kapitel handelt nur von Menschen, die „gescheitert“ sind) 

Und nur damit wir uns gleich von Anfang an „richtig“ verstehen: Ich bin absolut kein Fan von Äußerungen wie: „Du musst nur richtig fest daran glauben“. Auch wenn der Ansatz dieses Satzes meines Erachtens das „richtige“ meint, spricht diese Aussage allein nur die eigene Verantwortung und Flexibilität ab. Denn ein Flugzeug mit abgebrochenen Flügeln wird auch nach dem 100. Start vielleicht weit, aber nicht hoch kommen. Stattdessen wäre es vielleicht an der Zeit sich eine flexiblere Perspektive zu erlauben und aus dem Flugzeug einen Bus zu machen… Okay, nicht unbedingt mein bester Vorschlag, aber du weißt ja: jede Idee kann dich zu einer weiteren führen und so weiter und so weiter. Was ich versucht habe zu sagen, hat der coole Albert Einstein haargenau getroffen: „Die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Verwechsle Unflexibilität also nicht mit dem „Glauben an dich Selbst“. 

Aber wann hast du deinen Glauben an dich selbst das letzte mal für dich „richtig“genutzt? 

Vor einigen Jahren habe ich ein Horror-Musical für Kinder (passend zu Halloween) choreografiert und auf die Beine gestellt. Eine der Hauptdarstellerinnen war 7 Jahre alt, Maria. Sie war super talentiert und dennoch wurde ihre Stimme immer leiser, umso mehr ihr Lampenfieber wuchs. Der Druck machte ihr (und auch mir) offensichtlich immer mehr zu schaffen, denn verstand man sie nicht gut - verstand man auch nicht wirklich das Musical-Stück. Bei der Generalprobe brach sie in Tränen aus und notgedrungen erzählte ich ihr, so glaubwürdig wie nur möglich, dass ich ein Zaubertrank zum Aufführungstermin mitbringen würde, den auch Schauspieler und Sänger zu sich nahmen, um lauter sprechen zu können. Sie müsse sich also nicht solch einen Druck machen und Angst davor haben, leise zu sprechen - der Zaubertrank würde sie unterstützen. Sie entspannte sich und verlor etwas Angst, was mein Hauptziel gewesen war - doch du kannst es dir sicherlich denken. Alle konnten sie fantastisch verstehen, denn sie sprach so laut wie noch nie zuvor. 

Magie? Wohl eher etwas Wasser mit Zucker und die Kraft, die aus dem Glauben an sich selbst entstehen kann. Auf YouTube kannst du dir übrigens psychologische Experimente anschauen, die ähnlich aufgebaut sind. Spannend welche körperlichen Symptome Menschen plötzlich wahrnehmen, nur aufgrund dessen, dass sie anderen Menschen glauben (Schokoladen-Experiment). Oder wie sonst erklärst du dir den Placebo-Effekt? Oder dass so viele Menschen ihr ganzes Geld und darüber hinaus der katholischen Kirche gaben, um sich und ihre Liebsten vor dem „Fegefeuer“ zu bewahren? Ja, die Sache mit dem Glauben (wie so fast alles im Leben) hat eben zwei Seiten. 

Spannendere Frage: Welcher Glaube dient mir? 

Kennst du den Film „Life of Pi“? Dann wird es auf jeden Fall Zeit und ohne vorab nun zu viel zu verraten, hat mich dieser Film erst dazu gebracht, den „Mehrwert" meiner Glaubenssätze zu überprüfen. 

Heute wissen wir, dass Menschen, die einen höheren Glauben besitzen - wie zum Beispiel an die Natur, ans Universum oder an die Göttin (letzen Endes ist alles dasselbe) - oftmals in herausfordernden Situation und Lebensphasen oft mehr Kraft-Ressourcen zur Verfügung stehen, als Menschen ohne jeglichen Glauben. Ist dieser beachtliche Mehrwert nicht ein Umdenken wert? Wenn wir uns nämlich davon lösen könnten, dass es „nur“ eine Wahrheit gibt und Wissenschaft nicht alles ist, könnten wir uns vielleicht fragen, welche Wahrheit deinem höchstem Wohl dient. 

Wieso nicht?! 

Als Kind war ich der Energie von "es gibt nichts auf dieser Welt, was zu groß, zu schön, oder zu gut für mich ist" so viel näher als heute. Meine innere Pipi Langstrumpf ging automatisch vom Besten aus, vor allem, wenn ich etwas zum aller ersten Mal tat. Ich kreierte Tanz-Stücke im Kindergarten, stellte Parcours oder bot Malkurse an. Ich wollte nicht nur gestalten, sondern auch bereits als junges Mädchen einen Mehrwert kreieren. Und wie gesagt, mir kam gar nicht in den Sinn, das „mein Werk“ nicht gebraucht werden würde oder nicht genügte und das zieht sich bereits durch mein ganzes Leben. Den Tanzfilm "Honey" gesehen, für gut befunden und beschlossen, es auch auszuprobieren und seitdem Kindern und Jugendlichen Tanz-Unterricht gegeben. Genau diese „Wieso nicht?!“ Energie hat mich zur Autorin, Speakerin und Gründerin gemacht. 

Vielleicht wird es auch endlich Zeit für dich, dich öfters zu fragen „Wieso Nicht?“. Statt wie sonst immer nur Gründe gegen dich und dein Handeln zu finden, wäre es mal sehr erfrischend, wenn du Gründe für dich finden würdest. Und falls es dann doch anders ist, als du es dir vorgestellt hast, vergiss nicht - du musst nichts hinnehmen. Das Leben ist ein verdammter Spielplatz und wenn dir eine Station nicht mehr gefällt oder anders ist, als du es dir vorgestellt hast, dann gehst du weiter und wählst wieder neu. 

Dein Herz gibt dir immer die Richtung vor, denn obwohl ich auch einiges andere echt gut konnte, bemerkte ich recht schnell, wenn sie nicht wirklich wirklich mit mir resoniert haben (ich hatte dann weniger Lust zu den Projekten hinzugehen, schaute ständig auf die Uhr - weil die Zeit nicht vorbei gehen wollte oder neigte plötzlich dazu, viel schneller genervt zu sein …. was sind deine Warnsignale?)  

Was ich tue, wenn mir mein „Glaube an mich selbst“ abhanden kommt 

Wenn ich heutzutage bemerke, dass ich an meinen Skills oder an meinem Glaube an mich selbst zweifele - dann mache ich folgendes Ritual:

Zuerst hole ich mich aus meinem „Bemüh-Modus“ heraus und sage Termine ab und erschaffe mir einen Raum, um mich mit mir selbst zu verbinden. Meistens starte ich mit einer Meditation (gibt einige richtige Gute zum Thema "Den Glauben an dich selbst festigen" auf Youtube, ganz kostenlos). Danach fühle ich intuitiv in mich hinein, was mir gerade besonders gut tun würde, wie leckeres Essen, ein langes, heißes Bad (hat die Wirkung einer langen Umarmung) oder vielleicht sogar ein spontanes Treffen mit einer guten Freundin. Auf gar keinen Fall habe ich an solchen Tagen Platz für Energie-Räuber - ob Mensch oder Themen. Zudem füttere ich mich zusätzlich am Abend vorm Schlafengehen mit absolutem Premium-Futter. Für mich sind das meistens inspirierende Biographien von „berühmten“ Menschen, die ihrer Wahrheit folgten. Durch ihre Erfahrungen = Fehler / Scheiter-Prozesse wird mir immer nochmals deutlich klar, dass dies dazugehört und keiner von uns davon verschont bleibt. Mir hilft das enorm. Manchmal lege ich mir auch zusätzlich noch Tarot-Karten. Ich bin jedesmal aufs Neue erstaunt, wie gut sie immer passen und fühle mich oftmals danach nicht mehr ganz so alleine mit meinen Herausforderungen. Zusätzlich erstelle ich mir oft auch ein spezielles Mantra für diese besondere Zeit, das ich abends oder morgens ganz bewusst verinnerliche oder laut aufsage. Raus zoomen ist ein weiterer Tipp, den ich immer empfehlen kann, um sich zusätzlich bewusst zu machen, das nichts bleibt, alles im Wandel ist und sich verändert - das ist ein Versprechen! Bedeutet auch, wenn du es vielleicht in den Momenten, wo deine „Welt“ droht unterzugehen, nicht fühlen oder glauben kannst - auch das geht wieder vorbei, jeder Schmerz und jede Freude bleibt immer nur für eine bestimmte Zeit. 

Dein Glaube an dich selbst ist wie die Erde in einem Garten und somit der Dünger für all das, was in deinem Leben wächst oder eben nicht. Eine „gute“ Gärtnerin ist sich ihrer Eigenverantwortung bewusst und weiß, dass sie ihre Erde stets bewässern muss, um daraus einen fruchtbaren Boden entstehen zu lassen. Dann erst lohnt es sich, Samen zu setzen und mit dem Ernten zu beginnen. Wie sieht es bei dir aus? Was benötigst du, um deinen Glauben an dich selbst nachhaltig zu stärken, um dann effektiv wachsen zu können und schöpferisch zu sein? 

Bei mir sind es die Ruhe-Pausen. Dass sich daran erinnern, dass das Leben kein „Abmüh-Wettbewerb“ ist und das Leben genießen bedeutet (so gut wie möglich in jeder Lebenslage). Wie sieht es bei dir aus?

Vergiss nicht: die meisten Menschen sind ständig dabei „Unkraut“ raus zu rupfen, statt das Hauptproblem bei der wahren Wurzel anzupacken, nämlich ihren Dünger (und somit langfristig Energie) zu sparen. Mach es besser und verwandle so automatisch: 

  • Zweifel inZuversicht 
  • Offene Fragen in Klarheit 
  • Vergleiche in tiefe Verbundenheit mit dir selbst 

Liebe Bauchgrüße

Deine Sandra  

 

 

 

 

 

 

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